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Im Interview: Einblicke zu den Entwicklungen von COVID-19 in Indien

Wir haben bei der Leiterin unseres SIS-Indien-Büros, Frau Ritu Chadha (RC), nachgefragt wie aktuell mit der extremen Covid-Situation in Indien umgegangen wird. Frau Chadha ist seit der Gründung von SIS-Indien an Bord, hat heute 2 Kinder und lebt in Neu-Delhi.

 

HQ: Wir vom Hauptsitz (HQ) der Schäfer&SIS Interlogistik® sind sehr bestürzt über die dramatischen, neuen Corona-Entwicklungen in Indien. Können Sie uns bitte ein besseres Bild vermitteln: Was hat die Regierung speziell für das soziale Zusammenleben in Indien beschlossen und wie wird dies von der Bevölkerung wahrgenommen?

RC: Die Situation in Indien ist im Moment sehr komplex. Die steigende Anzahl von Corona- und Todesfällen ist sehr besorgniserregend. Indien verzeichnete mit 3.230.730 gemeldeten Fällen den weltweit höchsten Anstieg von Corona-Fällen an einem einzigen Tag und ist damit das zweitstärkste betroffene Land der Welt. Indien hat insgesamt 16,2 Millionen Fälle (Stand: Freitag, 23. April), wobei zu beachten ist, dass sich die Fälle in den letzten 17 Tagen verdreifacht haben. Viele Bundesstaaten haben bereits Ausgangssperren angekündigt.

Insbesondere Andhra Pradesh kündigt eine nächtliche Ausgangssperre an, da die Zahl der Covid 19-Fälle die 1-Mio.-Marke überschreitet.

Delhi verzeichnete seine bisher höchste Zahl an Todesfällen an einem einzigen Tag – 306 Menschen starben, während mehr als 26.000 neue Fälle registriert wurden. Die nationale Hauptstadt kämpft mit einer verheerenden Welle von Coronaviren und einer wiederkehrenden Sauerstoffknappheit. Unterdessen meldete Maharashtra 67.013 neue Covid-19-Fälle und 568 Todesfälle in letzter Zeit. Uttar Pradesh verzeichnete mit 34.379 Fällen den höchsten Anstieg an einem Tag.
Premierminister Narendra Modi leitete ein hochrangiges Treffen mit den Chief Ministers der 11 Staaten und Uts ein, welche die meisten Fälle gemeldet haben. Dabei rief Modi zur Zusammenarbeit auf, um die Pandemie mit vereinten Kräften zu bekämpfen. Er sicherte auch allen Staaten in Not volle Unterstützung zu.

HQ: Wie steht es um die medizinische Versorgung in Ihrem riesigen Land mit seinen (fast schon) 1,4 Milliarden Menschen?


RC: In Bezug auf die Sauerstoffversorgung forderte die Regierung die Staaten auf, das Horten und die Schwarzvermarktung von Sauerstoff und Medikamenten zu kontrollieren. Herr Modi drängte alle Staaten, dass kein Sauerstofftanker, egal ob er für einen Staat bestimmt ist, angehalten wird oder strandet. Derzeit ist Delhis Gesundheitssystem an einer Belastungsgrenze. Es ist sehr kritisch, da Delhi die am schlimmsten betroffene Stadt ist mit 26.000 neuen Fällen in der letzten Woche. Aufgrund der höheren Infektionsraten gibt es einen Mangel an Krankenhausbetten, insbesondere Betten auf den Intensivstation sind selten verfügbar. Es gibt auch einen Mangel an Sauerstoff und Medikamenten (Remdesivir).

Die Corona-Situation ist ziemlich ernst, da Delhi die vierte Welle erlebt. Auch in Maharashtra, wo an einem einzigen Tag 67.013 neue Covid-Fälle gemeldet wurden, sind nur wesentliche Dienstleistungen erlaubt, an den Wochenenden wurde eine vollständige Abriegelung angekündigt. Öffentliche Plätze und Unterhaltungszonen wie Kinosäle, Parks, Museen, religiöse Stätten und Restaurants sollten geschlossen bleiben. Bürotätigkeiten wurden ins Homeoffice verlegt.

Allerdings hat Indien 14 Mio. Dosen des Covid-Impfstoffs in nur 99 Tagen verabreicht, die schnellste Impfdurchführung in der Welt. Phase I der landesweiten Impfaktion wurde am 16. Januar gestartet, wobei der Schutz von Mitarbeitern des Gesundheitswesens und Frontline-Arbeitern Priorität hatte. Die Phase II wurde am 1. März eingeleitet und konzentriert sich auf den Schutz der am stärksten gefährdeten Personen, d.h. alle über 45 Jahre alt. Ab dem 1. Mai 2021 kann sich jeder über 18 Jahren impfen lassen.

HQ: Wie ist die Geschäftswelt im Allgemeinen betroffen?


RC: Covid hat verschiedene operative und finanzielle Herausforderungen für indische Unternehmen geschaffen. Während des Lockdowns hatten etwa 71,3 % der Unternehmen mit reduzierten Cashflows zu kämpfen, wobei der Fertigungssektor am stärksten betroffen war. Darüber hinaus waren auch Verzögerungen und Stornierungen von Projekten ein großes Problem, besonders im tertiären Sektor. Die Welt hat sich drastisch verändert, die Covid 19 Pandemie hat Länder zum kompletten Stillstand gebracht. „Normale“ Lebensmuster wurden neu definiert und die Weltwirtschaft in eine der schlimmsten Rezessionen der letzten Zeit gestürzt. Auch indische Unternehmen haben unter der schwachen Verbrauchernachfrage, Lieferschwankungen und Schließungen gelitten und müssen ihre Produktionssysteme und Mitarbeiter schützen. Die Unternehmen denken nun langfristig, indem sie Betriebskosten wie Marketingausgaben senken und auf kostengünstige Rohstoffe umsteigen. Im Gesamtszenario ist eine Verknappung der Arbeitskräfte zu spüren. Die Geschäfte laufen, aber das Tempo ist langsamer.

HQ: Unsere Kunden sind interessiert, welche Auswirkungen wird es auf den Transport geben ? Und welche sind bereits genau bekannt ?


RC: Während Covid 19 weiterhin die Wirtschaft weltweit verwüstet und mehrere Städte und Länder eine absolute Abriegelung
erfahren, erschüttern die starken Welleneffekte auch die Logistikbranche. Geschäfte auf der ganzen Welt, einschließlich Indien, stagnieren, da die Lieferkette betroffen ist. Die Lieferkette hängt vollständig von den Arbeitskräften ab und ist das Rückgrat der Logistikbranche. Die Abwesenheit von genügend Arbeitskräften hat dazu geführt, dass Aufträge liegen bleiben, da Fabriken, Unternehmen und Lagerhäuser aufgrund von Ausgangssperren geschlossen sind. Sobald sich die Situation bessert, wird die Belastung um ein Vielfaches zunehmen, was das Logistiknetzwerk weiter belasten kann, da die Systeme möglicherweise überarbeitet werden müssen, um die Anforderungen der Endverbraucher zu erfüllen.

Auch hier gilt: Der Hafenbetrieb läuft, aber wenn Covid-Fälle auftreten werden, dann bringt das diesen Bereich sicherlich auch zum Erliegen.

HQ: Vielen Dank, Frau Chadha, für diese Nachricht. Wir wünschen uns alle – lasst uns gesund bleiben!

UPDATE 24.03.2020 Corona-Virus verändert die Logistik sehr dynamisch

Update / Informationen zu den Auswirkungen auf die Lieferketten durch COVID-19

Wir von Schäfer & SIS sichern mit unserem Portfolio weiterhin ein sehr bereites Spektrum Ihrer Lieferketten ab. Nachfolgend ein aktueller Blick auf die einzelnen Länder und Verkehrsbereiche, mit klarem Fokus auf den europäischen Teil. Dort, wo im Abgleich zur Vorwoche keine Änderungen aufgekommen sind, möchten wir auf die Information der letzten Woche verweisen.

Landverkehre Europa

Italien – das Gros der Unternehmen in Italien soll bis Mitte der Woche schließen. Transporte können daher nur noch mit vorheriger Avisierung und Information erfolgen, dass die Unternehmen aktiv sind.
In Frankreich kommt es zu weiteren Einschränkungen. Die Belieferung von privaten Empfängern ist ausgesetzt. Transporte auf Basis von B2B bedürfen der vorherigen Avisierung und Absprache, dass der Transport durchgeführt werden kann.

Das betrifft ebenfalls große Teile von Österreich, Belgien und der Schweiz. In den drei Ländern läuft der Warenverkehr durchgängig mit Ausnahme von einigen Sperrbezirken. Daher bitte ebenfalls zuvor prüfen, ob die Absender oder Empfänger aktiv sind. In Österreich sind besonders eingeschränkt Orte in Tirol. In der Schweiz einige Kantone – z.B. das Tessin.

Angespannt bleibt die Situation an den Grenzen nach Osteuropa. Der Warenverkehr läuft, es kommt teils massiven Verzögerungen.

  • Italien schließt viele Unternehmen in KW 13 – Aufträge Annahmebereitschaft prüfen

  • Frankreich – keine B2C Anlieferungen – Aufträge auf Annahmebereitschaft prüfen

  • Österreich + Schweiz einzelne Regionen sehr eingeschränkt – Annahmebereitschaft bitte prüfen

  • Osteuropa – Warenverkehr läuft – Zeitverzögerungen an den Grenzen

Landverkehre Deutschland

Innerhalb von Deutschlands läuft die Versorgung noch sehr konstant. Die verschiedenen Maßnahmen an der Be- und Entladestelle laufen recht gut abgestimmt. Das Netzwerk der Stückgutverkehre ist stabil. Der Warenverkehr läuft damit entsprechend schlüssig, obgleich einzelne Branchen deren Warenannahme und Versand einschränken. Hierzu gehören in Teilen Baumarktketten, Shops und Zentralläger der Möbelhäuser.
Wir möchten Sie um Verständnis bitten, dass wir ggf. hier auftragsbezogen mit Ihnen abstimmen, wo es zu Störungen in der Transportkette kommt. Von Ihrer Seite auch hier die Bitte vorab zu prüfen, wo bereits mit einer veränderten Warenannahme zu rechnen ist. Im Stückgutnetzwerk der CargoLine reagiert man auf die Belieferung von Privatkunden. Das Produkt B2C-Line I + II, wird gewandelt auf einen Service bis „frei Bordsteinkante“. Keine Anlieferung „frei Bestimmungsort“. Gleichzeitig wird zum Schutz aller Involvierten Kontaktpersonen in der Lieferkette die Produkte Service Line I + II ausgesetzt.

Indien

Ausgangssperre und weitere radikale Maßnahmen

Um das Coronavirus einzudämmen, hat Indiens Premierminister Narendra Modi eine Ausgangssperre verhängt.

Laut offiziellen Zahlen

  • bisher ca 400 Menschen an dem Virus erkrankt, 7 Personen daran gestorben.
  • die wirklichen Zahlen liegen um ein Vielfaches höher. Das Virus schwelt in der Bevölkerung und die Zahl der Infektionen kann jederzeit explodieren.

„Indien bekommen diesen Tsunami“

Experten rechnen damit, dass eine dramatische Ausbreitung des Virus auf dem indischen Subkontinent unmittelbar bevorsteht. Das Land müsse sich auf einen Tsunami von Corona-Fällen einstellen. Indien könnte der nächste Hotspot für die Corona-Epidemie sein. Krankheiten können sich wegen der Bevölkerungsdichte sehr leicht verbreiten. Man rechnet mit einer Infektionsrate von 20 bis 60 Prozent und wenn man in Indien die niedrigste Rate ansetzt und das durchrechnet, kommt man auf 300 Millionen Fälle und davon möglicherweise 4 bis 8 Millionen schwere Fälle, die Intensivbehandlung benötigen.

Die Reedereien sind in Betrieb, aber Hafenpersonal, Arbeitskräfte und kleine Transportunternehmen arbeiten nicht mehr.

  •  Ab heute sind 15 Bundesstaaten zu 100% abgeschottet
  •  Bis vorerst 31. März 2020

Betroffen: Haryana, Himachal Pradesh, Uttarakhand, Jammu und Kaschmir, Karnataka, Kerala, Andhra Pradesh, Uttar Pradesh, Chandigarh, Chhattisgarh, Delhi, Gujrat, Rajasthan, Tamilnadu, Telangana und Westbengalen. Weitere Planung der indischen Regierung bald 75 Städte vollständig abzusperren. Vom 25. bis 31. März 2020 sollen nur noch Supermärkte und Krankenhäuser geöffnet bleiben.

Indien erwartet einen Totalstillstand der Luft- und Seeverkehre bis 31. März

  • Fast alle Fluggesellschaften haben internationaler Flüge von und nach Indien ausgesetzt, da die Reisebeschränkungen den Transport- und Tourismussektor treffen.
  • Schiffe aus stark betroffenen Ländern werden intensiv untersucht. Nur Schiffe, die mit dem neuen Zertifikat „Gesund“ gekennzeichnet sind, dürfen ihre Ladung löschen. Es kommt derzeit zu massiven Verzögerungen.
  • Die meisten Visa wurden eingefroren und andere Reisebeschränkungen auferlegt.

SIS Interlogistics India Pvt Ltd ist seit letzter Woche im Home-Office. Unseren guten Service und die Qualität können wir bis dato halten. Wir schätzen Sie als Kunden und möchten uns für etwaige Unannehmlichkeiten aufgrund des Covid-19 Virus und den somit düsteren Prognosen des indischen Markts und ggf eintretende Verzögerungen entschuldigen. Wir sind natürlich bemüht, Ihnen einen optimalen Service in der aktuellen Lage anzubieten.

Nebenwirkung von COVID-19: Beschleunigung der Digitalisierung

In Folge von Home-Office Arbeitsplätzen und virtuellen Meetings ist ein elektronischer Datenaustausch und die Digitalisierung von Arbeitsprozessen nun in den Vordergrund gerückt. Der Coronavirus zwingt viele Unternehmen und Institutionen jetzt dazu Innovationen voranzutreiben. Wo es noch vor wenigen Wochen verboten war, wird nun das Arbeiten im Homeoffice zur Pflicht. Dies bringt natürlich auch eine Reduzierung von Papier mit sich, was auch der Umwelt zu Gute kommt. Daher möchten wir Ihnen gerne nochmals den elektronischen Rechnungs- und Dokumentenversand anbieten. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage im Servicereiter unter  Elektronischer Rechnungsversand.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Herzliche Grüße

die Geschäftsführung der Schäfer&SIS Interlogistik®

veröffentlicht: 24.März 2020

HINWEIS CORONAVIRUS (COVID-19):

Auf Grund der Auswirkungen durch das Coronavirus, können Beeinträchtigungen und Störungen der Transport- und Lieferkette in Gänze nicht ausgeschlossen werden. Verfrachtungsmöglichkeiten und Abfahrten der Verkehrsträger stehen nicht im gewohnten Umfang sowie Frequenzen zur Verfügung. Die Verfügbarkeit von Frachtraum und Leerequipment kann ebenfalls abweichenden Gegebenheiten unterliegen. Abfahrtsmöglichkeiten, Routing und Laufzeiten der Carrier können somit mit Änderungen, auch kurzfristig, zu sonst regulären Fahrplänen einhergehen.

In Verbindung bzw. resultierend aus den aktuellen Gegebenheiten bitten wir um Ihr Verständnis, unsere Speditionsangebote und Leistungserbringung versteht sich vorbehaltlich aufkommender operativer und monetärer Auswirkungen auf die Transportkette, ggf. behördlicher Weisungen, welche zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe keine Berücksichtigung erfahren konnten respektive sich im Verlauf der Leistungserbringung nicht direkt beeinflussbar oder abwendbar ereignen können.

Für den Bedarf einer angezeigten, erweiterten Abstimmung und Möglichkeiten zu Ihren konkreten Anforderungen und Beauftragungen, stehen Ihnen die Ansprechpartner aus den Fachbereichen von SIS Internationale Speditions GmbH wie gewohnt gerne beratend zur Verfügung. (Weitere Informationen unter: www.s-group.com)

UPDATE 19.03.2020: Risikogebiete – Annahmebereitschaft Ihrer Kunden

Besonders in den Risikogebieten

In Italien, Frankreich, Spanien, Belgien und auch der Schweiz haben bereits viele Unternehmen und Empfänger ihren Betrieb geschlossen. Wir möchten Sie daher bitten, vor der Übergabe von Waren in die Regionen zu prüfen, ob der Transport nach aktuellem Ermessen zugestellt werden kann bei den Empfängern – Prüfung der Annahmebereitschaft Ihrer Kunden. Die benannten Regionen weiten sich aktuell dynamisch aus. Hilfreich sind die Maßnahmen daher auch nahezu im gesamten europäischen Raum.

Unsere Partner in den Regionen können die Menge der nicht zustellbaren Aufträgen nicht lager. Es überschreitet die Kapazitäten und Möglichkeiten, so dass nach Ablauf einer kurzen Zeitspanne von 12 Stunden nach Unzustellbarkeitsmeldung – eine weitere Verfügung vorliegen sollte. Erfolgt die Umverfügung nicht, wird die Ware zurückgeliefert.

Grenzen – vornehmlich Osteuropa

Bei der Einreise nach Polen entstehen lange Wartezeiten an der Grenze durch Kontrollen. Auch die Übergänge in nahezu alle europäischen Länder werden intensiv kontrolliert, so dass es zu Verzögerungen kommt. Die Verzögerungen bedingen verlängerte Laufzeiten Ihrer Waren.

Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Herzliche Grüße

die Geschäftsführung der Schäfer&SIS Interlogistik®

HINWEIS CORONAVIRUS (COVID-19):

Auf Grund der Auswirkungen durch das Coronavirus, können Beeinträchtigungen und Störungen der Transport- und Lieferkette in Gänze nicht ausgeschlossen werden. Verfrachtungsmöglichkeiten und Abfahrten der Verkehrsträger stehen nicht im gewohnten Umfang sowie Frequenzen zur Verfügung. Die Verfügbarkeit von Frachtraum und Leerequipment kann ebenfalls abweichenden Gegebenheiten unterliegen. Abfahrtsmöglichkeiten, Routing und Laufzeiten der Carrier können somit mit Änderungen, auch kurzfristig, zu sonst regulären Fahrplänen einhergehen.

In Verbindung bzw. resultierend aus den aktuellen Gegebenheiten bitten wir um Ihr Verständnis, unsere Speditionsangebote und Leistungserbringung versteht sich vorbehaltlich aufkommender operativer und monetärer Auswirkungen auf die Transportkette, ggf. behördlicher Weisungen, welche zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe keine Berücksichtigung erfahren konnten respektive sich im Verlauf der Leistungserbringung nicht direkt beeinflussbar oder abwendbar ereignen können.

Für den Bedarf einer angezeigten, erweiterten Abstimmung und Möglichkeiten zu Ihren konkreten Anforderungen und Beauftragungen, stehen Ihnen die Ansprechpartner aus den Fachbereichen von SIS Internationale Speditions GmbH wie gewohnt gerne beratend zur Verfügung.

Update KW 12 / 2020: Corona-Virus bremst weiterhin die Warenverkehre aus

Sehr geehrte Kundinnen / Kunden,

Die Beförderung Ihrer Waren in bestimmte Regionen und Länder wird zunehmend herausfordernder. Dazu gehören Lieferungen innerhalb der EU. Um einen ungehinderten Transport zu ermöglichen, möchten wir Sie bitten vor der Übergabe der Waren an uns die Empfangsbereitschaft Ihrer Kunden in den Regionen und Ländern zu prüfen. Parallel dazu ist eine gemeinsame Absprache mit uns zu treffen, wie und ob der Transport durchgeführt werden kann. Unser Ziel ist es gemeinsame Lösungen mit Ihnen zu erarbeiten.

Schäfer&SIS Interlogistik® sichert mit einer Vielzahl von Maßnahmen, im Zusammenspiel mit unserem Netzwerk und Kunden, die weltweiten Bemühungen um die Gesundheit der Mitarbeiter, Kollegen und Kunden weiter ab. Gleichzeitig möchten wir damit die umfängliche Sicherung des Services und der Lieferketten gewährleisten. Ganz besonders möchten wir für den sorgsamen Umgang mit den Fahrern sensibilisieren. Die Kollegen halten vor Ort die Kette aufrecht. Die Schutzmaßnahmen sind gleichwohl für die Fahrer ausgelegt. Aktuelle Informationen halten wir weiter auf der Homepage bereit. Kommt es zu gravierenden Änderungen werden wir Sie aktiv informiert halten.

Vielen Dank.

Luftfracht

Die Flüge in Richtung Asien haben sich leicht entspannt. Laderaum ist erneut etwas besser zu buchen. Ab China ausgehend bedingt die gestiegene  Produktionsleistung, dass mehr Ware als Laderaum zur Verfügung steht und die Frachten sowie Abflugtermine sich entsprechend herausfordernd gestalten. In vielen anderen Regionen wurden von den Airlines die Passierflüge weiter gekürzt. Das wiederum wirkt sich sehr massiv auf den gesamten Laderaum für die Fracht aus. Buchungen werden auftragsbezogen betrachtet und mit Ihnen abgesprochen was die Möglichkeiten anbelangt.

Landverkehr / China

Der Landverkehr in China hat sich deutlich normalisiert. Die Transporte erfolgen unter Auflagen gerade im Hinblick auf Verkehre die einen Warenaustausch über die Grenzen einzelner Provinzen bedingen. Die Chinesen sprechen von einem zu 80% – 90% geordneten Ablauf der Transporte und Kapazitäten.

Seefracht

Die Verschiffungen ab China sind verstärkt gestartet. Bedingt durch die noch fehlenden Schiffsabfahrten kommt es in China zu einer stockenden Verladung der Ware. Die Verschiffungen bedürfen einer engmaschigen Kontrolle und Kommunikation über die Termine. Dem gegenüber gibt es einen Engpass bei  dem Laderaum nach Asien. Auf dem Spotmarkt sind vereinzelte Buchungen möglich, insgesamt bedarf es  einer langfristigen Planung mit Verzögerungen. Der gesamte Verschiffungsmarkt ab Europa steht vor der Herausforderung, dass Equipment / leere Container knapp sind. Das nimmt Einfluss auf die Verladung und führt bei den Buchungen zu Verzögerungen. Es resultieren veränderte Preisbildungen, Ladetermine und Verschiffungsmöglichkeiten.

Bahnverkehr

Die Abfahrten von und nach China sind funktionsfähig und laufen. Bedingt durch die gesteigerte Wirtschaftsleistung in China gelangt ein höheres Volumen zum Versand, so dass die Kapazitäten bereits eingeschränkt sind. Auch hier die Herausforderungen Buchungen im Einklang mit der veränderten Preisbildung rechtzeitig zu platzieren.

Landverkehre Europa

Über das letzte Wochenende haben mehrere Länder ihre Grenzen geschlossen. In Teilen auch Deutschland. Die Transporte von und nach Italien laufen stockend weiter. Gleiches gilt verstärkt für Frankreich, Österreich, und 7 Kantone in der Schweiz. Mit den Beauftragungen gilt die dringliche Bitte zu prüfen, ob die Empfänger oder Versender in den jeweiligen Ländern aktiv sind.
• Italien
• Schweiz
• Österreich
• Frankreich (Privatkunden aktuell ausgeschlossen)

Nicht einschätzen können wir derzeit die Grenzschließungen zu den osteuropäischen Ländern, wie Polen, Tschechien, Kroatien, Rumänien, Slowakei und auch Österreich. Gleiches gilt für den Zugang in den Osten Frankreichs und nach Dänemark. Fahrer im Ziel Kroatien kommen nur noch ins Land und werden anschließend in Quarantäne gestellt.

Landverkehre Deutschland

Innerhalb Deutschlands läuft die Versorgung noch sehr konstant. Die verschiedenen Maßnahmen an der Belade- und Entladestelle sind recht gut abgestimmt. Das Netzwerk der Stückgutverkehre ist stabil. Der Warenverkehr läuft damit entsprechend schlüssig, obgleich die weiteren Überlegungen und Interpretation der im Bundesland Bayern verhängten Maßnahmen zu betrachten sind. Derzeit gestaltet es sich so, dass neben den versorgungsrelevanten Unternehmen auch die Baumarktbranche noch aktiv ist. In Prüfung befinden sich Möbelzentralläger. Daher auch hier die Bitte an unsere Kunde zu prüfen, ob die Empfänger weiterhin die Waren annehmen können.  Im Stückgutnetzwerk der CargoLine reagiert man auf die Belieferung von Privatkunden. Das Produkt
B 2 C-Line I + 2, die eine Anlieferung an Privatempfänger anbietet, ist ausgesetzt. Es wird im regulären Service bis „frei Bordsteinkante“ geliefert. Gleichzeitig werden zum Schutz aller involvierten Kontaktpersonen in der Lieferkette die Produkte Service Line I + II ausgesetzt.

 

Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns auf eine weiterhin gute Zusammenarbeit.

Herzliche Grüße

die Geschäftsführung der Schäfer&SIS Interlogistik®

HINWEIS CORONAVIRUS (COVID-19):

Auf Grund der Auswirkungen durch das Coronavirus, können Beeinträchtigungen und Störungen der Transport- und Lieferkette in Gänze nicht ausgeschlossen werden. Verfrachtungsmöglichkeiten und Abfahrten der Verkehrsträger stehen nicht im gewohnten Umfang sowie Frequenzen zur Verfügung. Die Verfügbarkeit von Frachtraum und Leerequipment kann ebenfalls abweichenden Gegebenheiten unterliegen. Abfahrtsmöglichkeiten, Routing und Laufzeiten der Carrier können somit mit Änderungen, auch kurzfristig, zu sonst regulären Fahrplänen einhergehen.

In Verbindung bzw. resultierend aus den aktuellen Gegebenheiten bitten wir um Ihr Verständnis, unsere Speditionsangebote und Leistungserbringung versteht sich vorbehaltlich aufkommender operativer und monetärer Auswirkungen auf die Transportkette, ggf. behördlicher Weisungen, welche zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe keine Berücksichtigung erfahren konnten respektive sich im Verlauf der Leistungserbringung nicht direkt beeinflussbar oder abwendbar ereignen können.

Für den Bedarf einer angezeigten, erweiterten Abstimmung und Möglichkeiten zu Ihren konkreten Anforderungen und Beauftragungen, stehen Ihnen die Ansprechpartner aus den Fachbereichen von SIS Internationale Speditions GmbH wie gewohnt gerne beratend zur Verfügung.