Australien und Neuseeland verschärfen Bestimmungen im Kampf gegen Marmorierte Baumwanze

Ab 01.09.2019 verschärfen Neuseeland und Australien die Einfuhrbestimmungen für Güter, die mit der marmorierten Baumwanze infiziert sein können. Die Regelungen gelten dann bis zum 30.04.2020. Waren, die ab dem 01.09.2019 ohne zertifizierten Nachweis der durchgeführten Maßnahmen verschickt werden, droht die Rücksendung durch die jeweiligen Landesbehörden (auf Kosten des Versenders). Im Extremfall kann die Ware auch vor Ort vernichtet werden.

Bei der marmorierten Baumwanze (Brown Marmorated Stink Bug – BMSB) handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Schädling, der Früchte befällt und Krankheitserreger wie den Schimmelpilz auf Zier- und Nutzpflanzen überträgt. Das Insekt ist europaweit verbreitet und kommt auch in Deutschland vor. Um die Verschleppung des Parasiten nach Australien und Neuseeland zu verhindern, verschärfen diese Länder die Einfuhrbestimmungen in der „Saison“ der marmorierten Baumwanze (September bis April).

Die Bestimmungen gelten ausschließlich für Sendungen, die per Seefracht verschickt werden. Für Produkte, die den verschärften Bestimmungen unterliegen gilt ab dem 01.09.2019 (Verschiffungsdatum), dass nicht nur die Verpackungen, sondern die gesamte Ladung begast oder hitzebehandelt werden muss. Handelt es sich um Projektladungen und LCL-Sendungen müssen die Maßnahmen noch vor der Verschiffung durchgeführt werden. FCL und Kundensammler können noch nach dem Transport behandelt werden. Eine Liste der betroffenen Güter finden Sie auf der Internetseite des Department of Agricultur der australischen Regierung (http://www.agriculture.gov.au/import/before/brown-marmorated-stink-bugs#what-are-the-target-high-risk-goods ). Informationen zu den Regelungen in Neuseeland finden Sie auf der Internetseite der neuseeländischen Bio Security unter: https://www.biosecurity.govt.nz/importing/vehicles-and-machinery/requirements-documents-for-importing-vehicles-machinery-or-equipment/brown-marmorated-stink-bug-requirements.

Anbieter, die die Maßnahmen durchführen, müssen hierfür zugelassen und von der australischen Regierung zertifiziert worden sein. Die Durchführung der Maßnahmen muss durch ein entsprechendes Zertifikat nachgewiesen werden. Zugelassen sind Hitzebehandlung, oder die Begasung mit Sulfurylfluorid. Es wäre auch eine Begasung mit Methylbromid von der australischen Seite her erlaubt, dieser Stoff ist jedoch in der EU verboten.

Wir helfen Ihnen selbstverständlich gerne, wenn es darum geht, Ihre Produkte entsprechend der BMSB-Vorgaben zu versenden. Bei Fragen wenden Sie sich deshalb bitte an unsere Seefracht Exportabteilung (exportsee@schaefer-sis.de).