Fahrverbotszone im Stadtgebiet Köln inklusive Bundestrasse B51 per 22.08.2019

Das Containerterminal Köln-Niehl

Für Ihre Import-& Exportsendungen über den Hafen Rotterdam / Antwerpen, erfolgt die Vor- und Nachlaufplanung der Container – sofern nicht anders abgestimmt – im multimodalen Verkehr per Bahn-oder Barge/LKW-Kombi über das geographisch günstig gelegene Containerterminal in Köln-Niehl. Diese Verladevariante erlaubt eine wirtschaftliche als auch planbare Gestellung der Container. Dabei werden die CO2-Emissionen durch den Hauptlauf per Bahn/Barge im Verhältnis zur Beförderung auf der Gesamtstrecke zu den Westhäfen  reduziert.

Einschränkungen durch LKW-Durchfahrtsverbot

Heute wurden wir durch den Terminalbetreiber bzgl. eines LKW-Durchfahrtsverbots seitens der Stadt Köln unterrichtet, im Zusammenhang mit dem Luftreinhalteplan. Die LKW-Fahrverbotszone im Stadtgebiet Köln betrifft mit Wirkung per 22.08.2019 auch die relevante B51 (Rheinuferstrasse). Sie gilt als eine Hauptverbindung von / zum Hafen Köln-Niehl. Es besteht ohnehin schon die eingeschränkte Situation der dortigen regionalen Infrastruktur, durch für den Schwerlastverkehr anhaltende Brückensperrungen. Aktuell wird seitens Wirtschaft und Logistikverbänden eine Ausnahmeregelung dazu gefordert. Mitte September wird eine entsprechende behördliche Entscheidung erwartet, ob bzw. welche Sonderregelungen für den kombinierten Verkehr akzeptiert werden.

Alternative Möglichkeiten

Ohne die Freigabe der Rheinuferstrasse müssen Ausweichrouten in die südlichen und östlichen Gebiete des Containerterminals Köln genutzt werden. Diese können je Gestellung neben einem relevanten zeitlichen Mehraufwand (längere Fahrzeiten und Verzug) auch eine zu berücksichtigende monetäre Wirkung erzeugen. Beeinflusst wird dadurch die Termingestaltung, die Anzahl möglicher Transporte je Tag und die Kostenkalkulation. Fahrzeuge sind länger unterwegs, wodurch sich die Anzahl der Umläufe pro Tag als auch der Umsatz je Fahrzeug reduziert.

Abhängig von der weiteren behördlichen Handhabung ergibt sich, ob weiterhin Ausweichrouten mit den skizzierten Auswirkungen einer konkreten gemeinsamen Betrachtung und Neueinordnung Ihrer Gestellungsabläufe bedürfen. Weitere Optionen für kombinierten Verkehr über alternative Containerterminals oder die Transportabbildung ex Rotterdam / Antwerpen per Direkt-LKW werden bereits betrachtet und können mit Ihnen abgestimmt werden.

Gegenwärtig, als temporär beschränkte Maßnahme, wird durch den Einkauf zusätzlicher LKW-Kapazitäten die Abhandlung bestehender Gestellungen von bzw. zum Hafen Köln-Niehl veranlasst. Wir halten Sie über den weiteren Verlauf unterrichtet. Nutzen Sie bitte gerne die Möglichkeit, eventuellen weiteren Informations- oder Klärungsbedarf mit Ihrem SIS-Team Seefracht aufzunehmen.