Menü
Suche

Weiterhin erhöhtes Frachtaufkommen 2021

Liebe Kundinnen und Kunden,

aufbauend auf unsere letzte Kundeninformation aus 04.2021 möchten wir Sie erneut über die unverändert angespannte Marktlage informiert halten und Transparenz schaffen. Die Nachfrage befindet sich weiter auf hohem Nivea, dem entgegen kämpft die Branche mit knappen Verfügbarkeiten von Laderaum, Kostensteigerungen sowie Veränderungen in der Warenstruktur.
Diese Entwicklung hat zur Folge, dass wir Sie als Bestandskunde schützen wollen und eine Mengenobergrenze eingeführt haben. Zusätzlich wird im Stückgutbereich eine Fokussierung auf systemkonforme Ware gelegt um Abläufe zu stabilisieren und Partner zu entlasten. All die Maßnahmen sind mit dem Ziel verknüpft Ihnen als Bestandskunde den bestmöglichen Service zu
bieten! Die aus der Marktlage entstehenden Rückfragen in unsere Disposition und in unsere Servicebereiche verursachen eine teilweise verzögerte telefonische Erreichbarkeit. Wir bitten um Entschuldigung!

Nutzen Sie gerne zur Kontrolle der Sendungsverläufe unsere Onlineplattform Weborder:
https://weborder.s-group.com/webmodule-ee/login.seam
Sollte Ihnen noch kein Login vorliegen, bitten wir um Kontaktaufnahme unter der Email Adresse:

service@schaefer-sis.de

oder telefonisch unter:

+49 (0) 2735 789-214 Frau N. Bender

+49 (0) 2735 789-218 Herr T. Wenzel

+49 (0) 2735 789-219 Frau M. Osilkowicz

+49 (0) 2735 789-208 Frau N. Führes

 

Was bedeutet die Marktlage im Landverkehrsbereich für Sie?

Regellaufzeiten
Bitte kalkulieren Sie mit einer leicht erhöhten Regellaufzeit im Stückgutbereich.

Premium-Uhrzeittermine
Fixtermine mit Uhrzeiten, wie 8.00 Uhr, 10.00 Uhr oder 12.00 Uhr als Night-Line-Produkte bedürfen aktuell einer Absprache. Im Dialog mit unserem Service /
Disposition gestalten wir mit Ihnen die Auslieferungsvarianten.

Next-Day
Next-Day Anlieferungen können wir derzeit nicht flächendeckend garantieren, obgleich die Aufträge mit hoher Priorität im Netzwerk aufgenommen werden.

Ladungen
Im Ladungsbereich bitten wir um eine Anmeldung Ihrer nationalen Sendungen mit 2 Tagen Vorlauf, international bitten wir mit einem Vorlauf von 3 Tagen zu kalkulieren.

Das gesamte Team von Schäfer&SIS steht Ihnen gerne für Anfragen und Rückfragen zur Verfügung.

 

Wir danken für das entgegengebrachte Verständnis.

 

Im Interview: Einblicke zu den Entwicklungen von COVID-19 in Indien

Wir haben bei der Leiterin unseres SIS-Indien-Büros, Frau Ritu Chadha (RC), nachgefragt wie aktuell mit der extremen Covid-Situation in Indien umgegangen wird. Frau Chadha ist seit der Gründung von SIS-Indien an Bord, hat heute 2 Kinder und lebt in Neu-Delhi.

 

HQ: Wir vom Hauptsitz (HQ) der Schäfer&SIS Interlogistik® sind sehr bestürzt über die dramatischen, neuen Corona-Entwicklungen in Indien. Können Sie uns bitte ein besseres Bild vermitteln: Was hat die Regierung speziell für das soziale Zusammenleben in Indien beschlossen und wie wird dies von der Bevölkerung wahrgenommen?

RC: Die Situation in Indien ist im Moment sehr komplex. Die steigende Anzahl von Corona- und Todesfällen ist sehr besorgniserregend. Indien verzeichnete mit 3.230.730 gemeldeten Fällen den weltweit höchsten Anstieg von Corona-Fällen an einem einzigen Tag und ist damit das zweitstärkste betroffene Land der Welt. Indien hat insgesamt 16,2 Millionen Fälle (Stand: Freitag, 23. April), wobei zu beachten ist, dass sich die Fälle in den letzten 17 Tagen verdreifacht haben. Viele Bundesstaaten haben bereits Ausgangssperren angekündigt.

Insbesondere Andhra Pradesh kündigt eine nächtliche Ausgangssperre an, da die Zahl der Covid 19-Fälle die 1-Mio.-Marke überschreitet.

Delhi verzeichnete seine bisher höchste Zahl an Todesfällen an einem einzigen Tag – 306 Menschen starben, während mehr als 26.000 neue Fälle registriert wurden. Die nationale Hauptstadt kämpft mit einer verheerenden Welle von Coronaviren und einer wiederkehrenden Sauerstoffknappheit. Unterdessen meldete Maharashtra 67.013 neue Covid-19-Fälle und 568 Todesfälle in letzter Zeit. Uttar Pradesh verzeichnete mit 34.379 Fällen den höchsten Anstieg an einem Tag.
Premierminister Narendra Modi leitete ein hochrangiges Treffen mit den Chief Ministers der 11 Staaten und Uts ein, welche die meisten Fälle gemeldet haben. Dabei rief Modi zur Zusammenarbeit auf, um die Pandemie mit vereinten Kräften zu bekämpfen. Er sicherte auch allen Staaten in Not volle Unterstützung zu.

HQ: Wie steht es um die medizinische Versorgung in Ihrem riesigen Land mit seinen (fast schon) 1,4 Milliarden Menschen?


RC: In Bezug auf die Sauerstoffversorgung forderte die Regierung die Staaten auf, das Horten und die Schwarzvermarktung von Sauerstoff und Medikamenten zu kontrollieren. Herr Modi drängte alle Staaten, dass kein Sauerstofftanker, egal ob er für einen Staat bestimmt ist, angehalten wird oder strandet. Derzeit ist Delhis Gesundheitssystem an einer Belastungsgrenze. Es ist sehr kritisch, da Delhi die am schlimmsten betroffene Stadt ist mit 26.000 neuen Fällen in der letzten Woche. Aufgrund der höheren Infektionsraten gibt es einen Mangel an Krankenhausbetten, insbesondere Betten auf den Intensivstation sind selten verfügbar. Es gibt auch einen Mangel an Sauerstoff und Medikamenten (Remdesivir).

Die Corona-Situation ist ziemlich ernst, da Delhi die vierte Welle erlebt. Auch in Maharashtra, wo an einem einzigen Tag 67.013 neue Covid-Fälle gemeldet wurden, sind nur wesentliche Dienstleistungen erlaubt, an den Wochenenden wurde eine vollständige Abriegelung angekündigt. Öffentliche Plätze und Unterhaltungszonen wie Kinosäle, Parks, Museen, religiöse Stätten und Restaurants sollten geschlossen bleiben. Bürotätigkeiten wurden ins Homeoffice verlegt.

Allerdings hat Indien 14 Mio. Dosen des Covid-Impfstoffs in nur 99 Tagen verabreicht, die schnellste Impfdurchführung in der Welt. Phase I der landesweiten Impfaktion wurde am 16. Januar gestartet, wobei der Schutz von Mitarbeitern des Gesundheitswesens und Frontline-Arbeitern Priorität hatte. Die Phase II wurde am 1. März eingeleitet und konzentriert sich auf den Schutz der am stärksten gefährdeten Personen, d.h. alle über 45 Jahre alt. Ab dem 1. Mai 2021 kann sich jeder über 18 Jahren impfen lassen.

HQ: Wie ist die Geschäftswelt im Allgemeinen betroffen?


RC: Covid hat verschiedene operative und finanzielle Herausforderungen für indische Unternehmen geschaffen. Während des Lockdowns hatten etwa 71,3 % der Unternehmen mit reduzierten Cashflows zu kämpfen, wobei der Fertigungssektor am stärksten betroffen war. Darüber hinaus waren auch Verzögerungen und Stornierungen von Projekten ein großes Problem, besonders im tertiären Sektor. Die Welt hat sich drastisch verändert, die Covid 19 Pandemie hat Länder zum kompletten Stillstand gebracht. „Normale“ Lebensmuster wurden neu definiert und die Weltwirtschaft in eine der schlimmsten Rezessionen der letzten Zeit gestürzt. Auch indische Unternehmen haben unter der schwachen Verbrauchernachfrage, Lieferschwankungen und Schließungen gelitten und müssen ihre Produktionssysteme und Mitarbeiter schützen. Die Unternehmen denken nun langfristig, indem sie Betriebskosten wie Marketingausgaben senken und auf kostengünstige Rohstoffe umsteigen. Im Gesamtszenario ist eine Verknappung der Arbeitskräfte zu spüren. Die Geschäfte laufen, aber das Tempo ist langsamer.

HQ: Unsere Kunden sind interessiert, welche Auswirkungen wird es auf den Transport geben ? Und welche sind bereits genau bekannt ?


RC: Während Covid 19 weiterhin die Wirtschaft weltweit verwüstet und mehrere Städte und Länder eine absolute Abriegelung
erfahren, erschüttern die starken Welleneffekte auch die Logistikbranche. Geschäfte auf der ganzen Welt, einschließlich Indien, stagnieren, da die Lieferkette betroffen ist. Die Lieferkette hängt vollständig von den Arbeitskräften ab und ist das Rückgrat der Logistikbranche. Die Abwesenheit von genügend Arbeitskräften hat dazu geführt, dass Aufträge liegen bleiben, da Fabriken, Unternehmen und Lagerhäuser aufgrund von Ausgangssperren geschlossen sind. Sobald sich die Situation bessert, wird die Belastung um ein Vielfaches zunehmen, was das Logistiknetzwerk weiter belasten kann, da die Systeme möglicherweise überarbeitet werden müssen, um die Anforderungen der Endverbraucher zu erfüllen.

Auch hier gilt: Der Hafenbetrieb läuft, aber wenn Covid-Fälle auftreten werden, dann bringt das diesen Bereich sicherlich auch zum Erliegen.

HQ: Vielen Dank, Frau Chadha, für diese Nachricht. Wir wünschen uns alle – lasst uns gesund bleiben!