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CargoLine zeichnet die „Partner des Jahres 2020“ aus

Frankfurt, 22. September 2021 – Das hat es in der Geschichte der Stückgutkooperation zuletzt vor acht Jahren gegeben: Zum dritten Mal hintereinander gelang es mit Schmidt-Gevelsberg einem CargoLiner, das alljährliche Partnerranking für sich zu entscheiden. Platz zwei errang Wackler in Wilsdruff bei Dresden, Platz drei ging an den Vorjahreszweiten Schäflein Spedition. Der Verbund ehrte die Gewinner im Rahmen seiner Franchisenehmer-Vollversammlung vergangene Woche in Seeheim-Jugenheim.

„2020 war ein extrem anspruchsvolles Jahr für unsere Branche. Grund hierfür war in erster Linie natürlich die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf die Supply Chain und auf das Geschehen in den Betrieben. Bereits vorher schon bestehende Herausforderungen wie stark schwankende Mengen und die Zunahme insbesondere von B2C-Sendungen haben die Situation zusätzlich verschärft. Dennoch gelang es unseren Partnern, ihre Betriebe mit ruhiger Hand zu steuern und das Qualitätsniveau hoch zu halten“, freut sich CargoLine-Geschäftsführer Jörn Peter Struck.

Schmidt-Gevelsberg konnte das Ergebnis des Vorjahres insgesamt in allen Wertungsbereichen wiederholen. Wackler zeichnete sich insbesondere durch einen hohen Sendungszuwachs und ein gewissenhaftes Schnittstellen-Monitoring aus, Schäflein durch ein überdurchschnittlich großes Engagement in den Gremien der Stückgutkooperation wie Beirat, Bereichsleiter des AK Innovation und Mitbegründer des CargoLine-Spin-offs CDW Cargo Digital World.

Im Ranking zum „Partner des Jahres“ werden alljährlich unter anderem folgende Leistungen bewertet: Anlieferquote in vorgegebener Qualität und Zeit, Qualität des Schnittstellen-Scannings zur Packstückverfolgung, absolute Sendungszahlen, prozentuale Steigerung der Sendungszahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, Zusammenarbeit innerhalb der Kooperation sowie Engagement der Mitarbeiter in Arbeitskreisen und Entscheidungsgremien der Kooperation.

Bildunterschrift:

Stellvertretend für ihre Unternehmen nahmen Thorsten Schmied (Geschäftsführer Schäflein Spedition), Bernd Schäflein (Vorstand Schäflein AG), Torsten Huberti und Burkhard Frese (Geschäftsführer Schmidt-Gevelsberg) sowie Markus Hecker (Niederlassungsleiter Wackler Wilsdruff) die Pokale „Partner des Jahres 2020“ entgegen.

Foto: Alex Fischer/vor-ort-foto.de

Im Interview: Einblicke zu den Entwicklungen von COVID-19 in Indien

Wir haben bei der Leiterin unseres SIS-Indien-Büros, Frau Ritu Chadha (RC), nachgefragt wie aktuell mit der extremen Covid-Situation in Indien umgegangen wird. Frau Chadha ist seit der Gründung von SIS-Indien an Bord, hat heute 2 Kinder und lebt in Neu-Delhi.

 

HQ: Wir vom Hauptsitz (HQ) der Schäfer&SIS Interlogistik® sind sehr bestürzt über die dramatischen, neuen Corona-Entwicklungen in Indien. Können Sie uns bitte ein besseres Bild vermitteln: Was hat die Regierung speziell für das soziale Zusammenleben in Indien beschlossen und wie wird dies von der Bevölkerung wahrgenommen?

RC: Die Situation in Indien ist im Moment sehr komplex. Die steigende Anzahl von Corona- und Todesfällen ist sehr besorgniserregend. Indien verzeichnete mit 3.230.730 gemeldeten Fällen den weltweit höchsten Anstieg von Corona-Fällen an einem einzigen Tag und ist damit das zweitstärkste betroffene Land der Welt. Indien hat insgesamt 16,2 Millionen Fälle (Stand: Freitag, 23. April), wobei zu beachten ist, dass sich die Fälle in den letzten 17 Tagen verdreifacht haben. Viele Bundesstaaten haben bereits Ausgangssperren angekündigt.

Insbesondere Andhra Pradesh kündigt eine nächtliche Ausgangssperre an, da die Zahl der Covid 19-Fälle die 1-Mio.-Marke überschreitet.

Delhi verzeichnete seine bisher höchste Zahl an Todesfällen an einem einzigen Tag – 306 Menschen starben, während mehr als 26.000 neue Fälle registriert wurden. Die nationale Hauptstadt kämpft mit einer verheerenden Welle von Coronaviren und einer wiederkehrenden Sauerstoffknappheit. Unterdessen meldete Maharashtra 67.013 neue Covid-19-Fälle und 568 Todesfälle in letzter Zeit. Uttar Pradesh verzeichnete mit 34.379 Fällen den höchsten Anstieg an einem Tag.
Premierminister Narendra Modi leitete ein hochrangiges Treffen mit den Chief Ministers der 11 Staaten und Uts ein, welche die meisten Fälle gemeldet haben. Dabei rief Modi zur Zusammenarbeit auf, um die Pandemie mit vereinten Kräften zu bekämpfen. Er sicherte auch allen Staaten in Not volle Unterstützung zu.

HQ: Wie steht es um die medizinische Versorgung in Ihrem riesigen Land mit seinen (fast schon) 1,4 Milliarden Menschen?


RC: In Bezug auf die Sauerstoffversorgung forderte die Regierung die Staaten auf, das Horten und die Schwarzvermarktung von Sauerstoff und Medikamenten zu kontrollieren. Herr Modi drängte alle Staaten, dass kein Sauerstofftanker, egal ob er für einen Staat bestimmt ist, angehalten wird oder strandet. Derzeit ist Delhis Gesundheitssystem an einer Belastungsgrenze. Es ist sehr kritisch, da Delhi die am schlimmsten betroffene Stadt ist mit 26.000 neuen Fällen in der letzten Woche. Aufgrund der höheren Infektionsraten gibt es einen Mangel an Krankenhausbetten, insbesondere Betten auf den Intensivstation sind selten verfügbar. Es gibt auch einen Mangel an Sauerstoff und Medikamenten (Remdesivir).

Die Corona-Situation ist ziemlich ernst, da Delhi die vierte Welle erlebt. Auch in Maharashtra, wo an einem einzigen Tag 67.013 neue Covid-Fälle gemeldet wurden, sind nur wesentliche Dienstleistungen erlaubt, an den Wochenenden wurde eine vollständige Abriegelung angekündigt. Öffentliche Plätze und Unterhaltungszonen wie Kinosäle, Parks, Museen, religiöse Stätten und Restaurants sollten geschlossen bleiben. Bürotätigkeiten wurden ins Homeoffice verlegt.

Allerdings hat Indien 14 Mio. Dosen des Covid-Impfstoffs in nur 99 Tagen verabreicht, die schnellste Impfdurchführung in der Welt. Phase I der landesweiten Impfaktion wurde am 16. Januar gestartet, wobei der Schutz von Mitarbeitern des Gesundheitswesens und Frontline-Arbeitern Priorität hatte. Die Phase II wurde am 1. März eingeleitet und konzentriert sich auf den Schutz der am stärksten gefährdeten Personen, d.h. alle über 45 Jahre alt. Ab dem 1. Mai 2021 kann sich jeder über 18 Jahren impfen lassen.

HQ: Wie ist die Geschäftswelt im Allgemeinen betroffen?


RC: Covid hat verschiedene operative und finanzielle Herausforderungen für indische Unternehmen geschaffen. Während des Lockdowns hatten etwa 71,3 % der Unternehmen mit reduzierten Cashflows zu kämpfen, wobei der Fertigungssektor am stärksten betroffen war. Darüber hinaus waren auch Verzögerungen und Stornierungen von Projekten ein großes Problem, besonders im tertiären Sektor. Die Welt hat sich drastisch verändert, die Covid 19 Pandemie hat Länder zum kompletten Stillstand gebracht. „Normale“ Lebensmuster wurden neu definiert und die Weltwirtschaft in eine der schlimmsten Rezessionen der letzten Zeit gestürzt. Auch indische Unternehmen haben unter der schwachen Verbrauchernachfrage, Lieferschwankungen und Schließungen gelitten und müssen ihre Produktionssysteme und Mitarbeiter schützen. Die Unternehmen denken nun langfristig, indem sie Betriebskosten wie Marketingausgaben senken und auf kostengünstige Rohstoffe umsteigen. Im Gesamtszenario ist eine Verknappung der Arbeitskräfte zu spüren. Die Geschäfte laufen, aber das Tempo ist langsamer.

HQ: Unsere Kunden sind interessiert, welche Auswirkungen wird es auf den Transport geben ? Und welche sind bereits genau bekannt ?


RC: Während Covid 19 weiterhin die Wirtschaft weltweit verwüstet und mehrere Städte und Länder eine absolute Abriegelung
erfahren, erschüttern die starken Welleneffekte auch die Logistikbranche. Geschäfte auf der ganzen Welt, einschließlich Indien, stagnieren, da die Lieferkette betroffen ist. Die Lieferkette hängt vollständig von den Arbeitskräften ab und ist das Rückgrat der Logistikbranche. Die Abwesenheit von genügend Arbeitskräften hat dazu geführt, dass Aufträge liegen bleiben, da Fabriken, Unternehmen und Lagerhäuser aufgrund von Ausgangssperren geschlossen sind. Sobald sich die Situation bessert, wird die Belastung um ein Vielfaches zunehmen, was das Logistiknetzwerk weiter belasten kann, da die Systeme möglicherweise überarbeitet werden müssen, um die Anforderungen der Endverbraucher zu erfüllen.

Auch hier gilt: Der Hafenbetrieb läuft, aber wenn Covid-Fälle auftreten werden, dann bringt das diesen Bereich sicherlich auch zum Erliegen.

HQ: Vielen Dank, Frau Chadha, für diese Nachricht. Wir wünschen uns alle – lasst uns gesund bleiben!

CargoLine gründet Cargo Digital World

Frankfurt/Paderborn, 27. April 2021 — CargoLine, eine der führenden Stückgutkooperationen in Europa, hat im Januar 2021 das Unternehmen Cargo Digital World (CDW) gegründet. Ziel des Unternehmens mit Sitz in Paderborn ist es, technologiebasierte Logistiklösungen anzubieten, die neue Standards hinsichtlich Kundenzentrierung, Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit setzen. Dies gaben Vertreter von CargoLine und CDW auf einer gemeinsamen Pressekonferenz bekannt. In der CDW verbindet CargoLine ihre operative Stärke mit der Innovationskraft und Technologieexpertise von Logistik-Start-ups.

„CargoLine treibt seit 2017 digitale Geschäftsmodelle in der Logistik intensiv voran, Ausgangspunkt war eine langfristig angelegte Zusammenarbeit mit dem Gründungsinkubator garage33 in Paderborn. Gemeinsam haben wir bereits drei Start-ups geschaffen. Diese bündeln wir nun in der Cargo Digital World, um sie dort optimal zu betreuen und zu skalieren. Darüber hinaus wird CDW weitere innovative Logistiklösungen entwickeln, auf dem Weg zur Marktreife begleiten und skalieren. Damit gestalten wir als mittelständisches Unternehmen die Zukunft der Logistikbranche entscheidend mit”, erklärte Jörn Peter Struck, Vorsitzender der CargoLine-Geschäftsführung.

Bei den drei Start-ups handelt es sich um die digitale Spedition Cargoboard, die seit April 2019 erfolgreich europaweite Stückguttransporte online anbietet, die TKL-Vermittlungsplattform CargoNative, die Teil- und Komplettladungen sowie Laderaumkapazitäten intelligent verbindet, und das Start-up CargoCast, das mittels Künstlicher Intelligenz und Predictive Analytics die Auslastung und Ressourcenplanung in der Transport- und Logistikbranche verbessert.

Geleitet wird Cargo Digital World von Dr. Tim Brühn. Der erfahrene Experte für digitale Industrien und plattformbasierte Geschäftsmodelle hat in seiner Funktion als Head of Corporate Entrepreneurship in der garage33 die ersten Start-ups der CargoLine mit geformt. „Wir sind davon überzeugt, dass wir unseren Auftraggebern und Logistikpartnern sowie deren Kunden mit dem strategischen Ausbau des Portfolios der CDW einen deutlichen Mehrwert bieten können. Als Scout und Marktbeobachter identifizieren wir ständig Wachstumschancen und zukunftsträchtige Ideen. Diese verbinden wir miteinander, bringen sie gemeinsam mit der CargoLine zügig zur Marktreife und skalieren sie“, sagte Dr. Tim Brühn, Vorstandsvorsitzender von Cargo Digital World.

Aufnahme weiterer Kooperationspartner und Investoren geplant

Derzeit befinden sich sämtliche Anteile der CDW in der Hand von CargoLine sowie ihren Gesellschafter- und Partnerunternehmen. „Dabei soll es aber nicht bleiben. Unser Ziel ist es, CDW zum führenden Anbieter für digitale Logistikdienstleistungen in Europa zu machen. Wir möchten daher mit weiteren Kooperationspartnern, Start-ups und strategischen Investoren die Marktposition der CDW ausbauen und insbesondere den Mittelstand für ein sich dynamisch veränderndes Umfeld rüsten“, kündigte Bernd Schäflein an, Mitglied des Beirats der CargoLine und Aufsichtsratsvorsitzender der Cargo Digital World.

Weitere Informationen zur CDW bietet die Homepage www.cargodigitalworld.com, die zeitgleich zur Ankündigung der Unternehmensgründung gelauncht wurde.

Über CargoLine
CargoLine (www.cargoline.de) ist eine Kooperation für interkontinentale Stückgutverkehre. 50 mittelständische Transport- und Logistikdienstleister bilden das bundesweite Netzwerk, das leistungsstarke internationale Partner ergänzen. Neben systemgeführten Transportdienstleistungen liegen die Schwerpunkte in den Bereichen Distributions-, Beschaffungs- und Kontraktlogistik sowie Seefracht. Im Jahr 2020 bewegte der Unternehmensverbund 13,2 Mio. Sendungen und erwirtschaftete mit 7.450 Mitarbeitern 1,49 Mrd. Euro Umsatz. CargoLine ist nach DIN EN ISO 9001 inklusive HACCP-Konzept und Logistische Dienstleistungen zertifiziert sowie nach DIN EN ISO 14001, DIN EN 14064 (CO2-Fußabdruck im Netzwerk) und DIN EN 16258 (CO2-Fußabdruck pro Sendung) sowie Mitglied bei s.a.f.e.

Über Cargo Digital World
Cargo Digital World (CDW) ist ein 2021 gegründeter Entwickler digitaler Logistikdienstleistungen. Seed-Investoren sind die Stückgutkooperation CargoLine sowie deren Gesellschafter und Mitglieder. Das Unternehmen formt, begleitet und skaliert technologiebasierte Logistik-Start-ups mit dem Ziel, alle Dienstleistungen entlang der Supply Chain digital anbieten zu können und gemäß dem Corporate Claim „Creating the logistics of tomorrow“ die Logistik von morgen mitzugestalten. Mit ihrem Geschäftsmodell will CDW Konzernen, mittelständischen Unternehmen und Kooperationen ermöglichen, gemeinsam auf Augenhöhe fokussiert und mit hoher Geschwindigkeit digitale Geschäftsideen zu entwickeln, um Wachstumsoptionen zu schaffen.
www.cargodigitalworld.com

Suezkanal wieder freigegeben – Auswirkungen für die Wirtschaft

Bergungsarbeiten

Die tagelangen Bagger- und Schlepparbeiten sowie Abpumpen von Ballastwasser / Treibstoff führten heute, in
Verbindung mit einem steigenden Wasserpegel, zu ersten Fortschritten. Das Schiff ist wieder in schwimmenden
Zustand gebracht worden und die Sicherungsmaßnahmen laufen. In Verbindung mit dem Gezeitenwechsel
erreichten uns Informationen, dass das Schiff voraussichtlich kurzfristig in den Great Bitter Lake zur Inspektion
geschleppt werden kann. Die beschädigten Stellen im Kanal werden ebenfalls untersucht und nach Bedarf instand
gesetzt. Über weitere Kenntnisse halten wir Sie informiert.

Rückstau

Wann der Kanal für die Schifffahrt wieder geöffnet werden kann, unterliegt indes der weiteren Informationsgabe
durch die Kanalbehörde. Der Rückstau wird mittlerweile mit ca. 400 Schiffen angegeben. Nach Freigabe gehen
Experten von geschätzt vier bis sieben Tagens aus, um die nördlich und südlich wartenden Schiffe durch den Kanal
zu lotsen. Ob eine Priorisierung bestimmter Schiffe erfolgt ist offen. Das Routing von Schiffen, die nicht feststecken
oder im Zulauf sind, unterliegt der Entscheidung der Reeder hinsichtlich Umleitung über die längere Alternativroute
um Südafrika. Erste Schiffe wurden am Wochenende durch die Reedereien über das Kap der guten Hoffnung
geroutet. Im Zuge der Fortschritte scheinen weitere Umleitungen nicht vorgesehen zu sein.

Fahrpläne und Laufzeiten

Alle Parteien der Lieferkette haben sich auf erheblichere Abweichungen einzustellen. Ein klare Prognose kann dazu
noch nicht abgegeben werden. Von einer andauernden und nachgelagerten Beeinträchtigung des Warenflusses ist
auszugehen, auch wenn der Suezkanal nun wieder schiffbar wird. Aktuelle Abfahrts- und Ankunftsdaten sind nicht
belastbar und bedürfen des Monitorings.

Auswirkungen

Seit Wochen ist die Verfügbarkeit von Leercontainern und Schiffsraum bereits sehr volatil. Durch den Verzug,
resultierend aus der Blockade des Suezkanals, verschieben sich Schiffsankünfte zusätzlich. Die Durchlaufzeit der
Container sowie die Verfügbarkeit bleibt dadurch weiter stark beeinträchtigt.
Zu verfolgen bleibt auch, wie die Seehäfen nach Beendigung der Blockade mit verdichteten und außerplanmäßigem
Schiffsankünften umgehen können. Schiffe, welche über den Suezkanal und über Südafrika einfahren, könnten zeit-
gleich oder dicht nacheinander in den europäischen Häfen ankommen. Unter Umständen können Schiffsabfahrten
oder bestimmte Hafenanläufe ausgesetzt werden, um die Schiffe wieder in einen Regelfahrplan zu bekommen. Der
weiter entstandene Druck auf die Märkte und Lieferketten wird damit wohl auch eine Entspannung der Frachtraten
nicht begünstigen.

Ihr Schäfer&SIS Interlogistik® Team

CargoLine rollt ETA flächendeckend aus

Frankfurt am Main, 30. März 2021 – CargoLine erweitert ihre Kundenservices um ETA (Estimated Time of Arrival). Damit ist die Stückgutkooperation in der Lage, die voraussichtliche Zustellung einer Sendung auf ein zweistündiges Zeitfenster einzugrenzen. Der neue Service umfasst ebenfalls, dass sich ein Empfänger im Kundenportal der CargoLine die Position seiner Sendung während der Tour auf einer Karte anzeigen lassen kann. Dort sieht er auch, wie viele Stopps das Zustellfahrzeug noch von seiner Adresse entfernt ist.

Präzise Vorhersage durch umfangreiche Datenbasis

Als Basis für ETA stellt das IT-System der Stückgutkooperation kontinuierlich Daten bereit wie die Verweildauer am jeweils letzten Stopp oder Änderungen des Tourenverlaufs. Diese kombiniert eine Software mit Statistiken vergangener Anlieferungen sowie parametrisierbaren Fahrzeugprofilen wie der durchschnittlichen Fahrzeuggeschwindigkeit. Das Ergebnis sind sehr präzise Näherungsberechnungen zur Ankunftszeit während der gesamten letzten Meile.
Verzögert sich die Zustellung aufgrund der Verkehrslage oder anderer Hindernisse, wird die Vorhersage automatisch angepasst und kommuniziert.
„Viele Empfänger profitieren von der Ankunftszeitprognose, seien es Handwerker auf Baustellen, die damit den Arbeitstag präziser strukturieren können oder Unternehmen, die Prozessplanungssicherheit gewinnen. Besonders praktisch ist dieser Service für Endkunden, die die Entgegennahme ihrer Bestellung besser mit ihrer Arbeit vereinbaren können “, erklärt Sebastian Grollius, IT-Leiter der Stückgutkooperation.

Zukunfts- und bedarfsorientierte IT-Strategie

„Als Teil unserer Digitalstrategie haben wir 2018 eine agile IT-Architektur namens Octobus eingeführt. Über diese zentrale Datendrehscheibe verknüpfen wir zum einen unsere Partnerunternehmen. Zum andern ermöglicht sie uns, Weiterentwicklungen mit dem jeweils besten Anbieter flexibel und schnell umzusetzen. Mittlerweile steuert Octobus mehr als 20 aufgabenbezogene Microservices wie die ETA-Berechnung, die Kunden und Partnern einen deutlichen Mehrwert bieten“, zieht CargoLine-Geschäftsführer Jörn Peter Struck ein zufriedenes Fazit.

Warenverkehr Vereinigtes Königreich: Hinweis bei Verwendung von Holzverpackungen und Paletten

Aktuelle Verzögerungen an den Grenzübergängen durch Kontrolle von Holzpaletten

Mit dem Brexit gilt Großbritannien seit dem 1. Januar 2021 als Nicht-EU-Land und unterliegt daher den Vorschriften von Holzverpackungen im Warenverkehr mit der EU. Seither werden daher die Ladungsträger an allen Grenzen auf die Einhaltung des Standards hin kontrolliert. Es gilt das Regelwerk der ISPM („Internationaler Standard für Pflanzengesundheitliche Maßnahmen für Verpackungsmaterial aus Holz im internationalen Handel“).
Das ISPM 15-Regelwerk schreibt vor, dass Verpackungs- und Transportmaterialien im grenzüberschreitenden Verkehr gegen mögliche Frischholzschädlinge mit Hitze behandelt wurden. Dies gilt für alle Ladungsträger, die für den Export und Import mit Nicht-EU-Ländern vorgesehen sind. Bei Nichteinhaltung des Regelwerks werden die Holzverpackungen samt Waren zurückgesendet oder auf Kosten des Versenders nachbehandelt.
Wir weisen daher darauf hin, dass Verpackungseinheiten aus Holz, beispielsweise Paletten, vorbehandelt und gestempelt sein müssen. Andernfalls können Mehrkosten anfallen für den Rücktransport oder der Nachbehandlung des Verpackungsholzes.

Gerne stehen wir Ihnen zum Thema bei Rückfragen zur Verfügung.

Ihr Schäfer&SIS Interlogistik® Team

CargoLine begegnet dem Wandel der Branche mit neuen Köpfen

Frankfurt am Main, 25. Januar 2021 — Zum 1. Januar 2021 hat die Stückgutkooperation CargoLine ihren Beirat um Torsten Huberti erweitert. Huberti, der beim CargoLine-Gesellschafterunternehmen Schmidt-Gevelsberg (Schwelm) als Geschäftsführer für den operativen Bereich verantwortlich zeichnet, soll die Optimierung und Digitalisierung der Produktionsprozesse noch stärker vorantreiben.

„Aufgrund von Marktveränderungen durch Online-Plattformen und das Wachstum im Bereich E-Commerce, befeuert durch die Corona-Pandemie, befindet sich unsere Branche derzeit in einem beschleunigten Wandel. Diese Dynamik macht es notwendig, unsere Mittelstandskooperation beständig zu transformieren. Eines meiner vorrangigen Ziele als Beiratsmitglied ist es daher, diesen Prozess mit zu gestalten und voranzutreiben“, erläutert Huberti seine Motivation, im Beirat des Stückgutnetzwerks mitzuwirken.

Neben Torsten Huberti gehören dem Gremium die Gesellschaftervertreter Ralf Amm (Amm Spedition, Nürnberg), Andreas Hartmann (Hartmann International, Paderborn), Heiner Koch (Koch International, Osnabrück), Bernd Schäflein (Schäflein Spedition, Röthlein) und Stefan Seils (Bursped, Hamburg) an, der Franchisenehmerbeauftragte Uwe Hofmann (Hofmann Internationale Spedition, Biebesheim am Rhein) sowie der Branchenexperte Ewald Kaiser als externer Berater.

Wechsel an der Spitze des Arbeitskreises Innovation

Die Leitung des Arbeitskreises Innovation hat seit 1. Januar Thomas Bauer inne. Der Geschäftsführer des CargoLine-Gesellschafters Honold International in Neu-Ulm löst Bernd Schäflein ab. Letzterer wird sich in seiner Funktion als Beiratsmitglied verstärkt der Betreuung und Weiterentwicklung der Start-ups der Kooperation widmen, zu denen unter anderem die Onlinespedition Cargoboard gehört.

„Ich freue mich, dass ich nach nicht einmal einem Jahr als Gesellschafter in der CargoLine bereits das Vertrauen erhalten habe, den AK Innovation zu leiten. Diese Bereichsleitung möchte ich mit frischen Ideen vor allem aus dem operativen Geschäft heraus mit allen anderen Bereichen gemeinsam ausbauen und so auf den erfolgreich gelegten Grundstein von Bernd Schäflein aufsetzen“, erklärt Bauer.

Der Arbeitskreis Innovation ist einer von zehn Arbeitskreisen der CargoLine. Seine Aufgabe ist, neue Geschäftsfelder für die Kooperation zu entwickeln wie 2019 Cargoboard und das Seefrachtprodukt SeaLine.

Fotonachweis Torsten Huberti: Patrick Kirschhofer für Schmidt-Gevelsberg GmbH

Fotonachweis Thomas Bauer: Ulli Schlieper für Honold Logistik Gruppe

Der BREXIT ist da

Warenverkehr mit dem Vereinigten Königreich und der EU seit dem 01.01.2021 und was zu beachten ist

Seit dem 01.01.2021 ist es nun soweit, der Brexit ist in Kraft getreten. Wir möchten Ihnen daher die wichtigsten Punkte zusammenfassen und übersichtlich zur Verfügung stellen, was nun mit dem Warenverkehr zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zu beachten ist. Zudem haben wir weitere Informationen für Sie auch verlinkt.

Benötigte Dokumente für den Warenverkehr mit dem Vereinigten Königreich:

Export nach GB (XU)

Import aus GB (XU)

Handelsrechnung mit folgenden Angabe zum Käufer (Importeur):

– EORI Nummer

– UST – ID Nummer

– Ansprechpartner (Name / Tel. / Email)

Handelsrechnung mit folgenden Angabe zum Käufer (Importeur):

– EORI Nummer

– UST – ID Nummer

– Ansprechpartner (Name / Tel. / Email)

Lieferschein mit Angaben zur Lieferadresse, Verpackungseinheit und Gewichten Lieferschein mit Angaben zur Lieferadresse, Verpackungseinheit und Gewichten
Ausfuhrbegleitdokument (ab ersten kg/EUR) Ausfuhrbegleitdokument (ab ersten kg/EUR)
Hinweis:

Grundsätzlich sind für alle Waren eine Ausfuhranmeldungen nach GB zu erstellen und bei dem Transport mitzuführen. In GB erfolgt eine Einfuhrabfertigung. Die Höhe der Zölle richtet sich grundsätzlich nach dem VK-Zolltarif. Dieser orientiert sich in weiten Teilen am EU-Tarif sieht aber Vereinfachungen (Glättungen) und Reduktionen vor. Je nach gewählter Lieferbedingung (“frei Haus”) kann es sein, dass der EU-Exporteur auch den Import in GB regeln muss. Dann muss sich dieser unter Umständen in GB eine GB-EORI beschaffen, was wiederum eine umsatzsteuerliche Registrierung erfordert. Daher bitte auf die DDP (frei Haus verzollt) Lieferbedingung verzichten und „frei Haus unverzollt“ (DAP) nutzen. 

Hinweis:

Die Importabfertigung werden wir über einen unserer Partner vornehmen lassen. Dieser wird, anhand der von Ihnen vorgegebenen Ansprechpartner des Importeurs die Importabfertigung abstimmen inkl. Konditionen und Abrechnungsmodalitäten der Abgaben. Darüber hinaus werden die Sendungen mit einem T1 nach Deutschland überführt und werden dann eine Einfuhrabfertigung zugeführt. Hierzu treten wir in den nächsten Tagen mit einer Vollmacht an Sie heran (sofern diese nicht bereits vorliegt) um die Abfertigung für Sie vorzunehmen. Sollten Sie einen fest vorgeschriebenen Importagenten nutzen wollen, so geben Sie uns entsprechende Information, wem diese Sendungen zur Abfertigung zu avisieren sind.

Verladungen nach Nord-Irland + Republik Irland:

Für beide Relationen werden keine Zolldokumente benötigt. Ungeachtet dem Verladeweg (direkt oder via GB) wird im schlimmsten Fall ein Transit-Dokument erstellt und nach Austritt des LKW aus GB (XU) abgelöst. Es ist der Sache sehr dienlich, für Lieferungen nach Irland eine Handelsrechnung zu haben um das Transitdokument zu bewerten.

Nordirland bleibt gemäß Abkommen ein Teil des britischen Zollgebiets, aber alle relevanten Binnenmarktregeln der EU finden in Nordirland Anwendung, so dass dort der EU-Zollkodex angewandt wird. Dies bedeutet, dass Nordirland zwar zum Zollgebiet XU (GB) gehört, aber zollrechtlich so behandelt wird, als ob es weiterhin zur EU gehören würde.

Die ISO-Alpha-2-Kennungen lauten nun: XI = Nord-Irland  / XU = Großbritannien

In der elektronischen Ausfuhranmeldung wird Nord-Irland nun als XI geführt, das Vereinigte Königreich (ohne Nordirland) behält aber weiterhin GB. Die Kennung XU ist bei Zollanmeldungen nicht zulässig.

Präferenzabkommen zwischen EU und GB

Ausfuhr:

Der Zollsatz für Waren mit präferenziellem Ursprung EU bzw. GB liegt ab dem 1. Januar 2021 bei null.

Voraussetzung ist, dass die Ursprungsregeln des Abkommens eingehalten werden.

Ursprungsnachweise:

Bis Warenwert 6000 EUR Ursprungserklärung auf der Rechnung. Diese lautet wie folgt:

Der Ausführer der Waren, auf die sich dieses Handelspapier bezieht

erklärt, dass diese Waren, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, präferenzbegünstigte Ursprungserzeugnisse … (3) sind.

…………………………………….. (4) (Ort und Datum)

……………………………………… (Name des Ausführers)

Bei Warenwert > 6000 EUR Es dürfen nur Registrierte Ausführer (REX) eine Ursprungserklärung abgeben. Ursprungserklärung lautet dann wie folgt:

Der Ausführer der Waren, auf die sich dieses Handelspapier bezieht (REX-No. / Ausführer-Referenznummer … (2))

erklärt, dass diese Waren, sofern nicht ausdrücklich anders angegeben, präferenzbegünstigte Ursprungserzeugnisse … (3) sind.

…………………………………….. (4) (Ort und Datum)

……………………………………… (Name des Ausführers)

Tipp: Prüfen Sie im britischen Zolltarif mit Hilfe der Warennummer, ob im Vereinigten Königreich überhaupt Zoll anfällt. Wenn nicht, ist auch kein Ursprungsnachweis erforderlich. Auch die Industrie-und Handelskammern (IHK zum Thema Brexit) haben zu dem Thema Informationen zusammengestellt.

Das Merkblatt zum Thema REX gibt Auskunft zum Anmeldeverfahren. Sie können sich als registrierter Ausführer (REX) bei Ihrem zuständigen Hauptzollamt registrieren lassen.

Einfuhr aus dem Vereinigten Königreich: 

Bei der Einfuhr von Waren aus GB ist eine Erklärung zum Ursprung gem. ANHANG ORIG-4 aufzugeben. Auf der Grundlagen der nationalen Vorschriften der jeweiligen Vertragspartei die Angabe einer Referenznummer beinhaltet, durch die der Ausführer identifiziert werden kann.

Für Ausführer aus dem Vereinigten Königreich handelt es sich dabei um die EORI-Nummer, die unabhängig von Wertgrenzen angegeben sein muss.

Für den Übergang im Registrierungsverfahren REX:

In der Übergangszeit besteht die Möglichkeit, anstelle einer Handelsrechnung, eine Proforma-Rechnung für präferenz-mögliche Waren der Sendung beizufügen und darauf zu vermerken, dass der REX beantragt ist. Und eine entsprechende, abschließende Rechnung nachgereicht wird, sobald die Registrierung umgesetzt ist. Die ergänzte, finale Handelsrechnung lassen Sie bitte Ihrem Importeur zukommen mit dem Vermerk, dass diese entsprechend mit dem vorläufigen Importbeleg bei seinem zuständigen Zollamt die evtl. berechneten Zölle zurückzufordern sind.

Gerne stehen wir Ihnen bei Fragen zum Thema zur Verfügung. Sie erreichen uns per E-Mail unter: zoll@schaefer-sis.de.

Unsere Zusammenstellung dient der ersten Orientierung. Eine Haftung für den Inhalt wird nicht übernommen. Wir möchten Sie daher darauf hinweisen, dass es Sie nicht davon entbindet, eigenständig und eigenverantwortlich die Punkte auf Richtigkeit und Vollständigkeit zu prüfen.

Frachtraten-Rallye in der Containerschifffahrt

Spediteure und Verlader wenden sich an die Europäische Kommission

Am 05.01.2021 veröffentlichte die DVZ (Deutsche-Verkehrs-Zeitung) einen Artikel zur aktuellen hochbrisanten Frachtratenentwicklung im Bereich der Containerschifffahrt, welchen wir Ihnen gerne zur Verfügung stellen.

Auszug aus dem Artikel vom 05.01.2021:

(…) Europäische Verlader und Spediteure haben die Europäische Kommission erneut auf die aktuellen Praktiken von Linienfrachtführern aufmerksam gemacht, da die europäischen Lieferketten immer stärker verzerrt würden. Die Verbände wollen sich zeitnah mit der Kommission treffen, um den Schaden, den das Verhalten der Carrier für das Wachstum des Handels in einer Zeit der wirtschaftlichen Rezession verursache, weiter aufzuzeigen. In einem gemeinsamen Schreiben an die Wettbewerbsdirektion der Europäischen Kommission haben die European Freight Forwarders Association (Clecat) und der European Shippers‘ Council (ESC) die Kommission über Probleme informiert, die sich aus den aktuellen Praktiken der Reedereien (Carrier) ergeben. (…)

 

CargoLine kooperiert mit H.Essers und van Duuren

Frankfurt am Main, 9. Oktober 2020 – Seit 1. Oktober 2020 vertritt H.Essers die Stückgutkooperation CargoLine exklusiv in Belgien. Dazu wurden die Standorte Genk bei Maastricht und Vilvoorde bei Brüssel mit einem täglichen Verkehr ans Netzwerk angebunden.

In Belgien ist H. Essers Marktführer in den Bereichen Gefahrgut-, Pharma- und Healthcare-Logistik. Das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen unterhält 77 Standorte in 19 Ländern. Allein in Belgien beschäftigt H.Essers rund 4.000 Mitarbeiter.

Bereits seit 1. September arbeitet CargoLine zudem in den Niederlanden mit van Duuren zusammen. Der Stückgutspezialist mit Sitz in Vianen südlich von Utrecht wurde 2004 von den Brüdern Jeroen und Jasper van Duuren gegründet und wächst seitdem kontinuierlich. Gerade erst hat das Unternehmen, das Firmen wie Epson, Footlocker und diverse Fluglinien zu seinen Kunden zählt, die Anlage deutlich erweitert und bei dieser Gelegenheit HACCP-fähig gemacht.

„Mit ihrer dynamischen Ausrichtung passen die beiden mittelständischen Unternehmen perfekt zu unserem Verbund“, erklärt Bernd Höppner, Geschäftsführer Internationale Landverkehre bei CargoLine. „Beide sind in ihren jeweiligen Ländern sehr gut aufgestellt und daher ohne weiteres in der Lage, unsere Anforderungen hinsichtlich Produktversprechen, Qualität und IT zuverlässig umzusetzen. Bei CargoLine wiederum stehen ihnen ein lückenloses Partnernetzwerk in ganz Europa, hohe Gefahrgutkompetenz, interessante Services wie Endkundenzustellung mit zwei Mann und Transporte mit einer Regeltemperatur von mindestens fünf Grad Celsius und vieles mehr zur Verfügung.“

Beide Unternehmen, H.Essers (www.essers.com/de) und van Duuren (www.vanduuren.com) folgen auf den langjährigen Belgien- und Niederlande-Partner Rotra, der das Netzwerk aufgrund einer Neuausrichtung verlassen hat.