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Situation der Hinterlandverkehre (Seefracht FCL Export / Import)

25.07.2022

Sehr geehrte Kundschaft,

die sogenannten Hinterlandverkehre – der Zu- und Abfluss von Containern in und aus den deutschen Seehäfen sowie Westhäfen über die Verkehrsträger Binnenschiff, Bahn und Lkw – sind weiter zunehmend unter Druck.

Die globalen und auf Taktung ausgelegten Lieferketten sind weiterhin aus dem Takt. Mehrfachänderungen von Schiffsankünften- / Abfahrten sind eine anhaltende Herausforderung für die Hafeninfrastruktur
sowie vor- und nachgelagerte Verkehre. Auswirkungen sind u.a. stark überfüllte Hafenterminals. Dies bedingt u.U. die zu Lasten der Ware kostenpflichtige „Evakuierung“ von Importcontainern auf andere Stellflächen bei verzögerter Abnahmemöglichkeit
oder für Exportcontainer die Limitierung der Anlieferung vor Schiffsabfahrt mit sehr engen und ferner wechselnden Zeitfenstern, um die regulären Stellflächen an den Terminals nicht weiter zu belasten.

Aktuell ergeben sich im Bereich der Transporte per Binnenschiff und Bahn noch zusätzliche Herausforderungen und Einschränkungen. Über diese Verkehrsträger werden relevante Mengen aus und in die Häfen bewegt.

Die Verkehre per Binnenschiff sind durch nicht auskömmliche Niederschläge in Form Niedrigwasser eingeschränkt, eine Thematik die jährlich zunimmt. Binnenschiffe können somit nur noch reduzierte Warenmengen befördern,
abhängig vom Pegelstand nach vorliegenden Informationen teilweise nur noch 30-50% der regulären Kapazität. Für Transporte auf dem Rhein sind die relevanten Pegelstände Kaub (Oberrhein), Köln (Mittelrhein) und Pegel Ruhrort (Niederrhein) ausschlaggebend,
welche seit Wochen kritische bis sehr kritische Werte zeigen. Als Ausgleich für den Frachtausfall werden seitens der Binnenschiffer Kleinwasserzuschläge erhoben, gegenwärtig höhere zweistellige bis untere/mittlere dreistellige Eurobeträge.
Eine zusätzliche Bindung bzw. Nichtverfügbarkeit an Kapazitäten per Binnenschiff steht im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine. Einerseits der Einsatz für Transporte von Getreide über die Donau aus der Ukraine sowie die Beförderung von
Kohle als Energieträger an Kraftwerke, mit gegenwärtig erhöhtem Bedarf im Zuge der medial präsenten Energieverteuerung und Gasknappheit.

Auch im Bereich der Schienenverkehre per Bahn bestehen Beeinträchtigungen. Neben den grundsätzlichen infrastrukturellen Gegebenheiten sind es die stockende Abfertigung der Züge in den Seehäfen, Baustellen und damit einhergehende Streckensperrungen
und jüngst die Warnstreiks in den deutschen Seehäfen. Bedingt durch die hohen Temperaturen der zurückliegenden Tage ergaben sich ferner Böschungsbrände, Schienenverformungen-/bruch sowie Beschädigungen von Oberleitungen auf unterschiedlichen Strecken.

Im Bereich der LKW-Verkehre besteht das bekannte sowie anhaltende Thema des ausgeprägten Fahrermangels. Der Transport per LKW kann erforderliche Ersatzverkehre für Binnenschiff und Bahn im erforderlichen Maße grundsätzlich nicht auffangen.

Die Gesamtheit an gleichzeitigen Beeinträchtigungen und deren Zusammenwirken haben somit entsprechende relevante Auswirkungen auf das Kostengefüge, die Transportkapazitäten und erheblichen Mehraufwand bezgl. mehrfach anzupassender
Transportplanung.

Durch den besonderen und hervorzuhebenden Einsatz unserer operativen Kolleginnen und Kollegen der unterschiedlichen Bereiche und aller Verkehrsträger ist es das gemeinsame tägliche Bestreben, diesen Widrigkeiten für Ihre Warenbewegung
bestmöglich zu begegnen.

Herzlichen Dank für Ihr Verständnis als auch Mitwirken.

Ihre Ansprechpartner stehen Ihnen für weitere oder spezifische Fragen als auch die Planung zur Verfügung.

Ihr Team von Schäfer&SIS Interlogistik®

 

Bilderquelle: TTStock – stock.adobe.com

Erneuter Streik am Hamburger Hafen

Sehr geehrte Kundschaft,

wir möchten Sie auf die erneute Streikankündigung am Hamburger Hafen und die Auswirkungen hinweisen. Der Streik aufgrund eines Tarifstreits wird nach jetzigen Erkenntnissen von Hamburg auf weitere Häfen (über Bremerhaven bis Brake) ausgeweitet und voraussichtlich von Donnerstag, 14.07., 06:00 Uhr bis Samstag 16.07., 06:00 Uhr gelten. Vereinbarte Termine können voraussichtlich nicht eingehalten werden. Wir bitten freundlichst um Ihr Verständnis, dass keine Haftung für verpasste Ladeschlüsse / Anlieferung / verpasste Lieferfenster und alle aus dem Streik resultierenden Folgen übernommen werden kann.

Im Hamburger Hafen ist die Situation weiterhin sehr angespannt. Wir berichteten hierzu bereits am 22.6.2022. Der gebildete Rückstau und die verzögerte Abwicklung am Hafen hat sich bislang nicht nennenswert verbessert. Betroffen sind hierbei die Zu-und Abflüsse der Container im Hafen. Auch erstreckt sich dies auf die LCL Sendungen, da die Läger aufgrund der Situation keine oder nur geringfügige Kapazitäten verfügbar haben. Die Situation am Hafen hat auch Auswirkungen auf andere Transportwege wie Straße und Schiene und damit auf die gesamte Laufzeit in der Transportkette.

Verzögerungen weiterhin bei der Zollabwicklung

Weiterhin ist mit verlängerten Wartezeiten bei der Zollabwicklung zu rechnen. Die Verzögerungen belaufen sich aktuell auf zusätzliche 2-4 Tage. Natürlich befinden wir uns mit allen Beteiligten im engen Austausch, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Da wir keinen Einfluss auf die weiteren Wartezeiten nehmen können, bitten wir um Ihr Verständnis, sollte es zu Terminverschiebungen, Verspätungen oder Mehrkosten kommen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

Ihre Schäfer&SIS Interlogistik®

Angespannte Lage und Streik am Hamburger Hafen

Sehr geehrte Kundschaft,

wir möchten Sie auf die Streikankündigung am Hamburger Hafen und die Auswirkungen hinweisen. Der Streik aufgrund eines Tarifstreits wird den gesamten Nordhafen betreffen und voraussichtlich vom 23.06.22 ab 07:00 Uhr für 24h bis 24.06.22 07:00 Uhr gelten. Vereinbarte Termine können voraussichtlich nicht eingehalten werden. Wir weisen in diesem Zusammenhang daraufhin, dass wir keine Haftung für verpasste Ladeschlüsse / Anlieferung / verpasste Lieferfenster und alle aus dem Streik resultierenden Folgen übernehmen können.

Rückstau am Hafen

Im Hamburger Hafen ist die Situation seit einigen Monaten teils sehr angespannt. Durch die Verzögerungen bei der Be- und Entladung der Containerschiffe sind auch die darauf folgenden Transportwege – Schiene und Straße – betroffen. Die vorangegangenen kurzen Arbeitswochen, Streiks des Personals am Hafen, der gebildete Rückstau durch Corona und Unwetter auf hoher See, verstärken die verzögerte Abwicklung am Hafen. Insbesondere betroffen sind hiervon die LCL Sendungen, da die Terminalläger aufgrund der Situation  keine oder nur geringfügige Kapazitäten verfügbar haben. Das verspätete Eintreffen von Containern oder auch die Tatsache, dass aufgrund der erhöhten Auslastung nicht immer ein optimaler Stellplatz für einen Container gefunden werden kann, hat auch Auswirkungen auf andere Transportwege wie Straße und Schiene und damit auf die gesamte Laufzeit in der Transportkette.

Auswirkungen auf die zollrechtliche Abfertigung

Aktuell ist auch mit verlängerten Wartezeiten bei der Zollabwicklung zu rechnen. Bedingt durch Personalmangel und dem hohen Aufkommen kann es zu weiteren erhöhten Wartezeiten kommen. Die Verzögerungen belaufen sich aktuell auf zusätzliche 2-4 Tage. Natürlich befinden wir uns mit allen Beteiligten im engen Austausch, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Da wir keinen Einfluss auf die weiteren Wartezeiten nehmen können, bitten wir um Ihr Verständnis, sollte es zu Terminverschiebungen, Verspätungen oder Mehrkosten kommen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

Ihre Schäfer&SIS Interlogistik®

 

Update zur Situation in China

Leergefegte Straßen in Shanghai

Vor den relevanten chinesischen Häfen ist immer mehr Frachtkapazität durch wartende Schiffe gebunden. Es stauen sich die Schiffe vor allem in der Seeregion Shanghai und Zhejiang und damit vor allem vor den Megahäfen Shanghai und Ningbo-Zhoushan, aber auch in der Seeregion Guangdong und Hongkong, wodurch die Häfen Hongkong, Shenzhen und Guangzhou mit betroffen sind. Hier sind die aktuellen Entwicklungen kurz zusammengefasst.

Update zu Shanghai:

Seefracht: Schiffe können nun vermehrt wieder im Hafen anlegen, so dass die Verladung zeitnah erfolgen sollte. FCL-Sendungen werden normalerweise in Shanghai abgewickelt, aber die Lieferung an andere Orte sind durch die Auflagen bei der Abnahme erschwert. Daher ist mit zeitlichen Verzögerungen zu planen. Für LCL-Importsendungen werden die Lager in Shanghai allmählich wieder geöffnet, diese können innerhalb der Stadtgrenze von Shanghai zugestellt werden, aber die aktuelle Abholung ist weiterhin untersagt.
Luftfracht: Der Flughafen und das Frachtterminal sind noch nicht wieder vollständig geöffnet. Es kommt zu eingeschränkten Abhol- und Anlieferbedingungen, welche die Läger weiterhin an Kapazitätsgrenzen führen.
Zollabfertigungen: Die Abwicklungen von eventuellen Zollkontrollen führen aktuell zu Wartezeiten.

Es wird erwartet, dass Frachten zu benachbarten Städten und andere Luftdrehkreuze verlagert werden. Die Frachtraten können entsprechend steigen und der Platz muss von Fall zu Fall bestätigt werden.

Kunshan & Suzhou:

Kunshan, Shanghais Nachbarstadt, war aufgrund des Ausbruchs von COVID-19-Fällen ebenfalls betroffen. Die Regierung hat auch hier eine Abriegelung bis auf weiteres veranlasst. Auch Suzhou steht vor demselben Problem: Lastwagen müssen für die Ein- und Ausfahrt einen Notfallpass für die Epidemieprävention beantragen, um den Ort Suzhou für den Export auf dem Luftweg und den Import auf dem Luft- und Seeweg zu verlassen, und der Abholservice wurde für den Export auf dem Seeweg eingestellt.

Zhengzhou:

Nach den neuesten Nachrichten vom Flughafen Zhengzhou wurden die Flughafenbereiche ab dem 15. April für 14 Tage unter Verkehrskontrolle gestellt. LKW’s können in Zhengzhou einfahren, aber nicht ausfahren, was die Warenlieferung beeinträchtigen kann.

Guangzhou:

Entsprechend der aktuellen Situation der Pandemieprävention sind einige Straßen in Guangzhou immer noch blockiert. Die Einfuhr von Luftfracht wurde durch die Überlastung des Flughafens beeinträchtigt, insbesondere durch das Frachtterminal der China Southern Airlines Frachtterminal, was zu langen Staus führte. Es dauert aktuell 3-5 Tage, um die Sendungen im CAN-Terminal zu bearbeiten und die Kosten für die Lagerung im Lager werden entsprechend durch den Betreiber erhöht.

 

Bitte informieren Sie uns im Voraus, wenn Sie dringende Sendungen haben, damit wir eine geeignete Lösung für Sie ausarbeiten können. Unsere Teams werden Sie über Ihre laufenden Sendungen auf dem aktuellen Stand halten.

Ostergrüße 2022 & Situation Landverkehre

Liebe Kundinnen und Kunden,

kurz vor den Feiertagen möchten wir Ihnen die Information zur aktuellen Situation im Bereich Ladungsverkehre zukommen lassen. Die internationalen Fahrer und Fuhrunternehmer sind traditionell auf dem Weg Richtung Osteuropa, um die Osterfeiertage zuhause zu verbringen. Bedingt durch die acht wöchentliche Rückkehrpflicht der Fahrzeuge an Ihren Heimatstandort
(Mobilitätspaket 2) sind die Auswirkungen nach Ostern deutlich spürbarer wie in den vergangenen Jahren. Anhand der aktuellen Auftragslage sowie den fehlenden Fahrern und Fahrzeugen ist davon auszugehen, dass die Verfügbarkeit von Laderaum in den kommenden Wochen stark abnimmt.

Wir bitten Sie, dringende Terminsendungen unbedingt vor Beauftragung mit unserem Pricing-Team oder der Disposition abzustimmen. Selbstverständlich sind wir nach besten Kräften auf die folgenden Wochen vorbereitet.

Das Team der Schäfer&SIS Interlogistik® wünscht Ihnen und Ihren Familien ein frohes Osterfest. Genießen Sie die Sonnenstrahlen und erleben Sie schöne Ostertage mit etwas Erholung trotz des Trubels des Alltages.

Herzliche Grüße und frohe Ostern im Namen der

Leopold Schäfer GmbH
&
SIS Internationale Speditions-GmbH

Aktuelle Einblicke zu den Entwicklungen in den Lieferketten

Wir alle verfolgen seit Ende Februar mit Entsetzen das Geschehen in der Ukraine. Daher stehen wir auch weiterhin in engem Kontakt mit unseren Geschäftspartnern vor Ort und helfen. In Form von kostenlosen Transporten und die Zwischenlagerungen unterstützen wir lokale Unternehmen und Hilfsorganisationen bei der Verbringung von Hilfsgütern in die Ukraine sowie zu den angrenzenden Ländern. Spürbar beeinflusst der Russland-Ukraine Konflikt auch weiterhin umfangreich die Logistikketten. Daher möchten wir Sie weiterhin über die aktuellen Auswirkungen informieren. Neben dem Russland-Ukraine Konflikt prägt weiterhin Corona den Logistikmarkt. Einige logistisch sehr bedeutsame Städte in China (u.a. Yantian, Shanghai) wurden erneut in den Lockdown versetzt, um die Ausbreitung der Omikron-Variante zu stoppen. Dies beeinflusst insbesondere auch den Warenumschlag an einigen Häfen und Flughäfen Chinas massiv.

Veröffentlichungsdatum: 08.04.2022

Unsere für Sie zusammengestellten Themenbereiche heute:

  • LKW-Transporte
  • Luftfrachtverkehre
  • Bahnverkehre „New Silk Way“
  • Seefrachtverkehre
  • Situation China
  • Außenwirtschaftsrecht

 

LKW-Transporte

Einführung des Mobilitätspaket

Durch die Umsetzung des Mobilitätspaketes ab Februar 2022 sind im Ausland ansässige Fuhrunternehmen und Partner dazu verpflichtet ihre Fahrzeuge spätestens alle 8 Wochen an den Unternehmenssitz zurückzuführen. Internationale Frachtführer haben inzwischen einen Anteil von über 40% am nationalen Markt. Somit führen die Maßnahmen zu Auswirkung im nationalen als auch internationalen Verkehr. Des Weiteren wurde eine gesetzliche Cool-Off Phase umgesetzt welche dazu verpflichtet nach 3 Kabotage-Fahrten den nationalen Markt zu verlassen. Personalkosten steigen durch verpflichtende Vergütung der Fahrer mit länderspezifischen Mindestlöhnen.

Insgesamt stellen wir eine deutliche Steigerung der Kosten sowie eine Verschiebung von Laderaumverfügbarkeiten fest. Unternehmer verlieren in Teilen ihre Flexibilität und Effizienz. Parallel steigen die Betriebskosten für LKW Flotten. Es werden Leasingverträge aufgekündigt, neue Verträge steigen in den Kosten, die Beschaffung von Material und Trailern gestaltet sich schwierig und ist mit erhöhten Aufwendungen verbunden. Operativ konnten bis dato Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit weitestgehend vermieden werden. Wir sind in engen Austausch mit unseren Partnern und Fuhrunternehmern. So tauschen wir beispielsweise Auflieger oder Flotten gemeinsam aus, gehen operativ neue Wege, zahlen entsprechend die Mehrbelastung, suchen aktiv neue Regelgeschäfte in die relevanten Regionen, und hinterfragen nicht zuletzt auch unsere Prozesse.

Krieg in der Ukraine und damit verbundene Auswirkungen

In Gänze ein Schreckensszenario welches Ende Februar seinen Anfang nahm, und bis heute nicht gelöst ist. Auch auf die Kapazität an Laderaum hat dies unmittelbaren Einfluss, so gibt es zum Beispiel verhältnismäßig wenige ukrainische LKW auf deutschen Straßen, jedoch einen massiven Anteil ukrainischer Fahrer in u.a. polnischen Fahrerkabinen. Ca. 100.000 ukrainische Fahrer haben also mit Beginn dieser Konflikte, den Kontakt zur Familie gesucht und ist Ihnen an den Grenzen entgegen gekommen, um Sie in Sicherheit zu bringen oder Wehrdienst zu leisten. Die LKW blieben dabei natürlich stehen und konnten nicht in Gänze neu besetzt werden.

Wie hoch die Zahl an ukrainischem Fahrpersonal auf deutschen Straßen ist, ist nicht genau zu ermitteln, die Auswirkungen waren jedoch zu spüren auf dem Markt. Ein weiteres unglückliches Schicksal trifft nun russische Fahrer, die nun seit Tagen bzw. Wochen auf Rastplätzen und in Industriegebieten festhängen. Dort nicht mehr wegkommen, da Ihr Bargeld ausgegangen und die Karten gesperrt wurden, eine Folge der Sanktionen gegen Russland. Zu vermuten allerdings, dass der Anteil an russischen gestrandeten Fahrer wesentlich geringer ausfällt als die Summe des ukrainischen Fahrpersonals in Europa.

Entwicklung Kraftstoffkosten

Der Preis für Diesel ist in den letzten Wochen massiv gestiegen. Nach gegenwärtig leichter Entspannung und anzunehmend auf vorerst unbestimmte Zeit, bleibt der Preis weiterhin auf außerordentlich hohem Niveau. Dies führt bei LKW-Transporten im Ladungsbereich genau wie in den Stückgutnetzwerken zur erheblichen Steigerung der Ausgaben. Bedingt durch die aktuelle Weltlage und den sich schnell wandelnden Rohstoffpreisen sind Preisentwicklungen nicht fundiert abzusehen. Über die reinen Frachtkosten lassen sich die Entwicklungen nicht weiter abfangen. Um die Schwankungen am Markt transparent aufzeigen zu können und die für uns durchlaufenden Kosten entsprechend der Marktlage abzurechnen, wurden Anpassungen der Kalkulationen vorgenommen bzw. das auf die Frachtkosten anzuwendende Dieselfloatermodell überarbeitet. Dies hinsichtlich der Anwendungsgrundlage und um näher an aktuelle Marktlagen heranzurücken, im wöchentlichen Rhythmus der statistischen Erhebung. Details wurden mit dem separaten Kundenanschreiben in KW 11 versendet, welches ansonsten bei Bedarf gerne nochmal zur Verfügung gestellt werden kann.

 

Luftfrachtverkehre

Infolge des Konflikts in der Ukraine ist der Luftraum über Russland und der Ukraine weiterhin gesperrt. Wie bereits angekündigt, haben einige Airlines ihre Flüge storniert oder leiten diese über den Nahen Osten um. Die Transportkapazitäten haben sich dadurch stark reduziert und beeinflussen weiterhin sowohl die Laufzeit als auch die Frachtraten. Hinzu kommen nun auch steigende Fuel Zuschläge, welche die Luftfrachtraten prägen. Insbesondere zu nennen sind hier die Transporte von/nach China/Fernost.

 

Bahnverkehre Fern-Ost „New Silk Way“

Der im letzten Jahr ausgebaute Schienengüterverkehr zwischen Europa und Vietnam ist vorläufig eingestellt worden. Als Grund wird der Krieg in der Ukraine genannt. Für den nächsten Monat war eine Zugabfahrt nach Lüttich geplant, die nun jedoch verschoben wurde. Duisport stellt jegliche weitere Geschäfte und Investitionen in Weiß-Russland ein und veräußert die Anteile am Intermodal Terminal „Great Stone Industrial Park“. Auch das repräsentative Büro in Minsk wurde bereits geschlossen. Waren, welche sich aktuell auf dem Routing nach/von Europa auf der Schiene befinden, laufen nach aktuellen Meldungen weiterhin im regulären Zeitplan. Bedingt durch die aktuelle Situation haben die Bahnbetreiber das Alternativrouting außerhalb Russlands im Fahrplan aufgenommen. Bei Laufzeiten von ca. 35-40 Tagen wird der Bahnverkehr über Kasachstan, das Kaspische Meer, Azerbaijan und der Türkei über Polen in die EU geleitet. Da durch die erweiterte Laufzeit der Schienenverkehr an Vorteilen verliert, prüfen wir weiterhin täglich für Sie, welche weiteren Entwicklungen sich abzeichnen und halten Sie informiert.

 

Seefrachtverkehre

USA / Ostküste

Angespannte Lage durchgehend ab New York bis hinunter in den Golf von Mexico (Houston). Die durchschnittliche Wartezeiten liegen aktuell bei 3-12 Tagen. Am meisten betroffen sind Charleston & Houston, ähnliche Szenarien zeichnen sich in Long Beach / Los Angeles (Westküste) ab. Die Anzahl der wartenden Schiffe liegt bei über 170, dies betrifft überwiegend Ladungen aus Fernost / China. Daraus resultieren auch Buchungs-Stops ab Nordwestkontinent. Viele Reedereien sind teilweise bis Ende April / Anfang Mai ausgebucht bzw. nehmen nur noch vereinzelt Buchungen an. Die Abnahme der Import-Container im Hafen & Inland verlaufen weiterhin sehr schleppend, auch aufgrund des Fahrermangels in den USA. Durch den bisherigen Rückstau an den Häfen sind die Weiterleitungen zu RAMPS im Inland überlastet, da nicht genügend Kapazitäten für die angestauten Mengen vorhanden sind. Wir rechnen mit weiteren relevanten Preisanpassungen der Seefrachtraten April / Mai `22 um US$ 800 bis US$ 1000 p/box.

Ozeanien (Australien / Neuseeland)

Auch hier ist die Marktlage schwierig. Bis Mitte – Ende April 2022 ist kaum noch Frachtraum verfügbar. Problematisch sind insbesondere die Umladungen bei den Transshipmenthäfen Port Klang & Singapur, aber auch die Empfangshäfen sind aktuell durch die eintreffenden Mengen überlastet.

 

Situation China

Wie wir bereits berichteten, ist die Stadt Shanghai in den Lockdown versetzt worden. Anhaltende Ausbrüche von Corona in unterschiedlichen Teilen Chinas und die Maßnahmen zur vollständigen Eindämmung des Virus (Zero Covid Policy) , führen erneut zu Abriegelungen einiger weitgefasster chinesischer Schlüsselgebiete und Städte. Dies beeinflusst maßgeblich auch den Warenverkehr und den Umschlag an den Häfen/Flughäfen als auch Produktionsabläufe sowie die Warenverfügbarkeit. All das hat auch wirtschaftliche Folgen: Sollte der Lockdown in der bevölkerungsreichsten Stadt des Landes den ganzen April über andauern, dürfte das deren Wirtschaftsleistung schmälern. Der aktuelle COVID-19-Ausbruch beeinträchtigt nach wie vor die Lieferkette in Shanghai, die Abriegelung in Shanghai geht weiter: potenziell große Herausforderungen & Wirtschaft durch Null-Covid-Maßnahmen erschüttert.

Fabrik/Versand/Versand: Alle Unternehmen in Shanghai sind geschlossen und im Home-Office und in der Fabrik wird nicht mehr produziert.

Lagerhaus: Alle Lager sind bis auf Weiteres geschlossen.

Terminal & Häfen:  

1. Der Hafen- und Terminalbetrieb ist derzeit noch in Betrieb, aber weniger Arbeitskräfte und die Schließungen werden die Überlastung des Hafens von Shanghai verschärfen.
2. Aufgrund von Betriebseinschränkungen auf der Werftseite besteht die Möglichkeit, dass bestimmte DG-Klassen und Kühlschiffe nicht entladen werden dürfen, wenn die Menge nicht bewältigt werden kann.

Lkw-Dienste in China: Da es im gesamten Gebiet von Shanghai Verkehrskontrollen gibt, ist der Lkw-Verkehr in gewissem Maße eingeschränkt: Es gibt Beschränkungen für den Lkw-Verkehr von/nach Shanghai (die meisten Städte in den Provinzen Jiangsu und Zhejiang haben ein Einfahrtsverbot für Lkw aus Shanghai). Die Fahrer müssen ein 48-stündiges negatives Nukleinsäurezertifikat und eine ausgedruckte EIR-Quittung vorlegen, um in den Hafen von Shanghai einzufahren. Die Lkw-Verfügbarkeit ist nur 10% wie die üblichen.

Flugverkehr aus Shanghai: Obwohl der Flughafen Shanghai PVG nicht geschlossen wurde, wurden viele Flüge gestrichen, bitte fragen Sie uns von Fall zu Fall.

Auswirkungen der Lockdowns zusammengefasst:

reduzierte Produktivität und verlängerte Durchlaufzeiten

reedereiseitig erwarteter Verzug durch Wartezeiten / Congestion

disruptive Auswirkung auf Fahr-und Flugpläne sowie Reedereidienste

blank sailings (ausgesetzte Schiffslinien) und / oder ausbleibende Hafenanläufe aller großen Reedereien

Wir stehen zu Ihrer Verfügung, um Ihnen maßgeschneiderte Lösungen anzubieten.

 

Außenwirtschaftsrecht

Für Transporte nach Russland oder in die Ukraine sind weiterhin die Amtsblätter der EU sorgfältig zu prüfen: Grundlagen hierfür bilden die aktuellen Veröffentlichungen im Amtsblatt der EU vom 23.02.2022 und insbesondere vom 25.02.2022 mit der Verordnung (EU) 2022/328. Infolge der Beteiligung von Belarus an der rechtswidrigen militärischen Aggression gegen die Ukraine wurden weitere Sanktionen (VO (EU) 2022/355 vom 2. März 2022) erlassen und die VO (EG) Nr. 765/2006 geändert. Auch diese Sanktionslisten sind sorgsam zu prüfen. Bitte beachten Sie, dass aufgrund des Krieges in der Ukraine die Europäische Union ihre Sanktionen gegen Russland ausweitet. Das neue vierte Sanktionspaket trat am Abend des 15.03.2022 in Kraft. Dieses umfasst eine Ausfuhrsperre für Luxusgüter nach Russland, Einfuhrbeschränkungen für bestimmte Produkte der russischen Eisen- und Stahlindustrie sowie ein umfassendes Verbot neuer Investitionen in den russischen Energiesektor. Ein weiteres umfangreiches Sanktionspaket ist aktuell durch die EU-Kommission im Gespräch.

Auch USA verhängt als Reaktion auf den anhaltenden russischen Angriff auf die Ukraine verschärfte Sanktionen gegen Russland. Diese betreffen unter anderem die Bereiche Energie, Finanzen und Transport. Bitte beachten Sie, dass ein eventueller Verstoß der US Sanktionslisten. Für eine erweiterte Abstimmung / Beratung in Bezug auf Ihre konkreten Anforderungen an den Transport stehen Ihnen Ihre Ansprechpartner aus den verschiedenen Fachbereichen gerne zur Verfügung.

Sperrzone Shanghai zur Eindämmung von COVID-19

28.03.2022

Wir möchten Sie heute darüber informieren, dass aktuell die Stadt Shanghai in zwei Phasen abriegeln wird, um den Ausbruch von Covid zu bekämpfen. Während dieser Zeit arbeiten alle Unternehmen von zu Hause aus, die Lagerhäuser, der LKW-Service und der Hafenbetrieb sind betroffen und können nicht normal arbeiten.

Aktuelle Auswirkungen

  • Lagerhäuser: Fast alle Lagerhäuser in Pudong, Punan und den angrenzenden Gebieten sind geschlossen.
  • Terminal und Containerdepot: Der Terminalbetrieb läuft normal weiter. Die meisten Containerdepots sind geschlossen.
  • Lkw-Verkehr: Unter Einschränkung Lkw-Verkehr von/nach Shanghai (die anderen Städte in den Provinzen Jiangsu und Zhejiang verbieten die Einfahrt von Lkw aus Shanghai). Die Fahrer müssen ein 48-stündiges negatives Testzertifikat und eine ausgedruckte EIR-Quittung vorlegen, um in den Hafen von Shanghai einzufahren. Die Lkw-Verfügbarkeit beschränkt sich daher aktuell auf nur 15% des üblichen Aufkommens.
  • Flugverkehr: Obwohl der Flughafen Shanghai PVG nicht geschlossen wurde, sind viele Flüge gestrichen worden und es gibt einige Faktoren, die den Flughafen Shanghai PVG im Moment beeinträchtigen.

Weitere Entwicklungen

Voraussichtlich werden am 1. April um 5:00 Uhr morgens die Sperrungen aufgehoben. Die Logistik- und Lagerbereiche setzen bis dahin den Wareneingang und die Lieferung aus.
Für bestimmte Bereiche des Puxi-Gebiets werden ab dem 1. April weiterhin Abriegelungs- und Kontrollmaßnahmen durchgeführt, PCR-Screenings durchgeführt und am 5. April um 3:00 Uhr morgens wieder freigegeben. Am 5. April ist das Qingmin Fest in China und ein Nationalfeiertag.

Bewohner und Unternehmen

Während der Abriegelung werden alle Wohngebiete geschlossen. Alle Bewohner werden aufgefordert, zu Hause zu bleiben. Personen und Fahrzeuge dürfen die Wohngebiete nur betreten, aber nicht verlassen. Alle lokalen Unternehmen in den abgesperrten Gebieten müssen unter Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiten oder ihren Mitarbeitern erlauben, von zu Hause aus zu arbeiten. Daher arbeiten aktuell unsere Kollegen des repräsentativen Büros in Shanghai vom Homeoffice aus.

Die COVID-19-Präventionsmaßnahmen werden entsprechend der sich entwickelnden Pandemiesituation angepasst, so das Amt. Wir halten Sie über die weiteren Entwicklungen informiert.

 

Einfluss des Europäischen Mobilitätspakets

Sehr geehrter Kundschaft,

wir möchten Ihnen gerne das Europäische Mobilitätspaket auf das Wesentliche zusammengefasst vorstellen. Das am 2. Februar schrittweise in Kraft getretene Paket, wird sich aufgrund der Inhalte verstärkt auf die Verkehrskosten auswirken:

 

  • Belohnung der Fahrerschaft – Seit dem 02.02.2022 wird die Vergütung eines Fahrers von einem Tagegeld auf ein Bruttogehalt umgestellt; die Vergütung muss dem Land entsprechen, in dem der Fahrer seine Fahrten durchführt.

 

  • Grenzübertritte – Grenzübertritte müssen seit dem 02.02.2022 von der Fahrerschaft im Fahrtenschreiber gemeldet werden, d.h. man muss bei der ersten Gelegenheit nach einem Grenzübertritt anhalten und den Ländercode manuell eingeben, derzeit gibt es kein System, das dies automatisch aktualisieren kann. Eine automatische Aktualisierung funktioniert erst nach der Einführung der neuen Version des SMT2-Fahrtenschreibers.

 

  • Return Home Vehicle – Seit dem 21.02.2022 müssen LKWs alle 8 Wochen in das Land zurückkehren, in dem sie registriert sind. Dies bedeutet, dass sie in diesem Zeitraum nicht genutzt werden können und mit zusätzlicher Ausrüstung kompensiert werden müssen.

 

  • Kabotageverordnung – Seit dem 21.02.2022 wird die Verordnung um eine „Cooling Off“-Periode von 4 Tagen erweitert, während die Fahrerschaft keine Kabotagefahrten in dem betreffenden Land durchführen darf.

 

Diese Maßnahmen nehmen Auswirkungen auf den Kilometerpreis. Wir werden die weiteren Entwicklungen und Folgen dieser Änderungen aufmerksam verfolgen und Sie weiter informieren. Sollten Sie Fragen haben, zögern Sie bitte nicht, uns zu kontaktieren.

Vielen Dank für Ihr Verständnis

Ihre Schäfer&SIS Interlogistik®

Einfluss der Corona Maßnahmen auf Abhol-, Zustell- und Wartezeiten

Ab dem 24.11.2021 gelten deutschlandweit neue Corona-Präventionsmaßnahmen durch das Infektionsschutzgesetz. Um Beschäftigte besser zu schützen, gilt zum Stichtag nun auch am Arbeitsplatz die 3-G- Regelung. Damit steigt auch ein Verwaltungsaufwand auf dem Betriebsgelände. Die Überprüfungen der Einhaltung von 3-G-Regeln werden daher voraussichtlich zu Verzögerungen bei Abholung und Zustellung von Waren führen. Insbesondere durch die aktuell bereits angespannte Laderaumsituation, Engpässe und Fahrermangel ist in den kommenden Wochen von weiteren Störungen auszugehen.

Darüber hinaus ist in der internationalen Transportlandschaft nicht absehbar, in welcher Form sich die beschlossenen Maßnahmen auf die Verfügbarkeit von Fahrern und deren 3-G-Status auswirkt. Zum aktuellen Zeitpunkt besteht noch keine flächendeckende Infrastruktur von zulässigen Testmöglichkeiten, welche sich in den Transportalltag einbinden lassen.

Natürlich sind wir bemüht, die eingesetzten Fahrer und Unternehmer zu unterstützen und befinden uns mit allen Beteiligten im engen Austausch, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Da wir keinen Einfluss auf Wartezeiten bei der Überprüfung der Nachweise (geimpft, genesen, getestet) nehmen können, bitten wir um Ihr Verständnis, sollte es zu Terminverschiebungen, Verspätungen oder Mehrkosten kommen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung und Ihr Verständnis.

Ihre Schäfer&SIS Interlogistik®

Lichterfest Diwali – Feiertage in Indien stehen bevor

Das Lichterfest steht vor der Tür und in Indien wird sich darauf gefreut, während des Festes Zeit mit der Familie und den Freunden zu verbringen. Diwali ist ein Lichterfest und eines der wichtigsten Feste, die in Indien von den meisten Gemeinschaften gefeiert werden. Das Fest dauert in der Regel fünf Tage und wird im Monat Kartika gefeiert.

Die Bräuche zu Diwali: Diya und Lichter anzünden, das Haus dekorieren, ein Feuerwerk zum Fest, Puja (Gebete), Geschenke, Festessen und viele Süßigkeiten.

Wir möchten darüber informieren, dass unsere Büros in Chennai und Delhi ab dem 3. November abends bis zum 7. November geschlossen bleiben und wir unsere Tätigkeiten in Indien am 8. November wieder aufnehmen. Die E-Mails werden mit Verzögerung zwischen den Feiertagen gelesen und nach Bedarf beantwortet. Wir wünschen unseren Kollegen in Indien eine friedvolle, schöne Zeit mit ihren Familien.

Ihre Ritu Chadha

Leiterin SIS India Ptv.
Donnerstag, 4. November, 2021